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„Durch die Röhre hinaufſteigen.“
„Mit dieſem Stricke,“ ſagte Babet.
„Und es oben feſtbinden,“ fügte Brujon hinzu.
„Und dann?“ ſagte Gavroche.
„Das iſt Alles,“ entgegnete Gueulemer.
Der Gamin prüfte den Strick, die Röhre, die Mauer, die Fenſter; er machte jenen unausſprechlichen und verächt⸗ lichen Ton der Lippen, welcher bedeutet:
„Weiter Nichts!“
„Es iſt dort oben ein Menſch, den Du retten ſollſt,“ fuhr Montparnaſſe fort.
„Willſt Du?“ ſagte Brujon.
„Gimpel!“ erwiderte der Knabe, als ob die Frage ihn unerhört vorkäme. Er zog ſeine Schuhe aus.
Gueulemer ergriff Gavroche mit einem Arm, ſetzte ihn auf das Dach der Baracke, deſſen wurmſtichige Bretter unter dem Gewicht des Kindes ſich beugten, und reichte ihm das Seil, welches Brujon während Montparnaſſe's Abweſenheit wieder zuſammengeknüpft hatte. Der Gamin ging zu der Röhre, in welche er leicht hineingelangen konnte, da ſie nahe dem Dache eine große Oeffnung hatte. In dem Augenblicke, als er hinaufſteigen wollte, beugte ſich Thénardier, der das Heil ſeines Lebens nahen ſah, etwas über den Rand der Mauer; der erſte Tagesſchimmer fiel auf ſein ſchweißbedecktes Geſicht, ſeine bleichen Backenknochen, ſeine lange, wilde Naſe, ſeinen ſtruppigen, grauen Bart, und Gavroche erkannte ihn.
„Ei,“ ſagte er,„das iſt mein Vater!— Nun, das ſoll kein Hinderniß ſein.“
Und das Seil in die Zähne nehmend, begann er ent ſchloſſen die Erſteigung.
Er gelangte zum Gipfel des Baues, ſetzte ſich rück⸗ lings auf die alte Mauer und machte den Strick an dem oberen Fenſterkreuz feſt.
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