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den, dazu muß man gewitzigt ſein! Der Alte wird das nicht gekonnt haben; er verſteht die Arbeit nicht.“
Babet fügte, ſtets in der Spitzbubenſprache ſprechend, hinzu:
„Der Gaſtwirth iſt auf der That ertappt worden. Man muß fein ſein. Er iſt ein Lehrling. Er wird ſich durch einen Einkeiler, vielleicht ſogar durch ein Schaf, der den Gevatter ſpielte, haben betrügen laſſen. Horch, Montparnaſſe; hörſt Du Geſchrei in dem Gefängniſſe? Du haſt doch alle die Lichter geſehen? Er iſt ergriffen! Er wird mit ſeinen zwanzig Jahren davon kommen. Ich fürchte mich nicht; ich bin keine Memme, das iſt bekannt. Werde nicht bös; komm mit uns. Trinken wir eine Flaſche alten Wein mit einander.“
„Man verläßt die Freunde nicht in der Verlegenheit,“ brummte Montparnaſſe.
„Ich ſage Dir, er iſt ergriffen; der Gaſtwirth iſt jetzt keinen Liver werth. Wir können daran nichts ändern; gehen wir. Ich glaube jeden Angenblick, ein Stadtſergeant hat mich in der Hand!
Montparnaſſe widerſtand nur noch ſchwach; die That ſache iſt, daß dieſe vier Menſchen mit jener Treue, welche die Banditen darin ſetzen, ſich untereinander nie zu verlaſſen, die ganze Nacht um La Force geſchlichen waren, ſo groß auch die Gefahr für ſie war. Sie wurden dabei von der Hoffnung geleitet, Thénardier auf irgend einer Mauer er ſcheinen zu ſehen. Aber die Nacht, welche wirklich zu günſtig war, da der Regen in Strömen goß und alle Straßen verödete, der Froſt, welcher ſie ergriff, ihre durchnäßten Kleider, ihre zerriſſenen Fußbekleidungen, der beunruhigende Lärm, der in dem Gefängniß ausgebrochen war, die ver floſſenen Stunden, die begegnenden Patrouillen, die ver ſchwindende Hoffnung, die erwachende Furcht, das Alles trieb ſie an, ſich zu entfernen. Selbſt Montparnaſſe, der


