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war ihm geſchwunden. Eine ſteile Mauer von der Höhe eines dritten Stockwerks trennte ihn von dem Straßen⸗ pflaſter.
Das Seil, welches er hatte, war zu kurz. Er wartete hier, bleich, erſchöpft, verzweifelnd an iener Hoffnung, die er gehabt hatte, noch in Nacht gehüllt, allein mit dem Ge⸗ danken, daß der Tag bald anbrechen würde, beſchränkt durch den Gedanken, binnen wenigen Minuten es an der benach⸗ barten Uhr von Saint Paul vier ſchlagen zu hören, die Stunde, zu welcher man kommen würde, die Schildwache abzulöſen, die man dann unter dem durchbrochenen Dache ſchlafend finden mußte; mit ſtarrem Entſetzen blickte er bei dem matten Schein der Straßenlaternen in die furchtbare Tiefe auf das naſſe ſchwarze Pflaſter, das entſetzliche Pflaſter, welches zugleich der Tod und die Freiheit war.
Er fragte ſich, ob ſeine drei Genoſſen in der Flucht glücklicher geweſen wären, ob ſie ihn erwartet hätten, ob ſie ihm zu Hülfe kommen würden. Er lauſchte. Eine Pa⸗ trouille ausgenommen, war ſeit der Zeit, die er ſich hier befand, Niemand durch die Straße gegangen. Beinahe Alles, was nach den Märkten von Montreuil, Vincennes und Berch nach der Halle geht, kommt durch die Rue Saint Antoine.
Es ſchlug vier Uhr. Thenardier erzitterte. Wenige Augenblicke darauf machte jenes wilde und verworrene Ge⸗ räuſch, welches der Entdeckung einer Flucht in einem Ge⸗ fängniſſe folgt, ſich hörbar. Das Geräuſch ſich öffnender und ſchließender Thüren, das Kreiſchen der Gitter in ihren Angeln, der Lärm in der Wache, der rauhe Ruf der Ge⸗ fangenwärter, das Stoßen der Kolben auf das Pflaſter der Höfe gelangten bis zu ihm. Lichter gingen an den vergit⸗ terten Fenſtern der Schlafſäle hin und her, eine Fackel glitt auf den Neubau hin, die Pompiers der benachbarten Kaſerne waren herbeigerufen worden. Ihre Helme, welche
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