Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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einen Krug mit Waſſer und einen Napf mit einer ziemlich magern Fleiſchbrühe, in welcher einige Bohnen umher⸗ ſchwammen, unterſuchte ſeine Eiſen und ſchlug an die Gitter ſtäbe. Dieſer Menſch und deſſen Hunde kehrten während der Nacht zwei Mal zurück.

Thenardier hatte die Erlaubniß erhalten, eine Art eiſernen Nagels zu behalten, deſſen er ſich bediente, um ſein Brod in eine Spalte der Mauer zu drücken, um es vor den Ratten zu bewahren, wie er ſagte. Da man Thé⸗ nardier ſtreng bewachte, hatte man dieſen Nagel nicht für gefährlich gehalten. Indeß erinnerte man ſich ſpäter, daß ein Aufſeher geſagt hatte: es wäre beſſer, ihm nur einen höl zernen Nagel zu laſſen.

Um zwei Uhr Morgens wurde die Schildwache, welche ein alter Soldat war, abgelöſt und ein Rekrut kam auf den Poſten. Einige Minuten darauf machte der Wärter mit den Hunden ſeinen Beſuch und ging, ohne etwas Anderes bemerkt zu haben, als die große Jugend und das bäueriſche Ausſehen der Schildwache. Zwei Stunden darauf um vier Uhr und als man den Rekruten ablöſen wollte, fand man ihn eingeſchlafen und wie einen Block neben dem Käfig Thénardiers an der Erde liegen. Thénardier war ver⸗ ſchwunden. Seine zerbrochenen Ketten lagen auf dem Fuß⸗ boden. Es war ein Loch in der Decke ſeines Käfigs und darüber in dem Dache ein zweites Loch. Ein Brett ſeines Bettes war herausgeriſſen und ohne Zweifel mit hinweg⸗ genommen, denn man fand es nicht. Man entdeckte in ſeiner Zelle auch eine halbgeleerte Flaſche, welche den übri⸗ gen Theil des betäubenden Weines enthielt, mit dem der Soldat in Schlaf verſetzt wurde. Das Bayonnett des Soldaten war verſchwunden.

In dem Augenblick, als dies entdeckt wurde, hielt man Thénardier außer dem Bereich der Verfolgung. Die That⸗