Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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in denen ſie eine Art von Pfeiler bildete, der das Dach durchbohrte.

Gueulemer und Brujon waren in demſelben Schlaf⸗ ſaale. Aus Vorſicht hatte man ſie in das untere Stockwerk gebracht. Der Zufall wollte, daß das Kopfende ihres Bettes gegen die Eſſe gelehnt war.

Thénardier befand ſich gerade über ihrem Kopfe in der Bel⸗Air.

An dem Gebäude zog ſich eine hohe Mauer hin. Dies war die des Weges der Ronde von La Force. So hoch dieſe Mauer aber auch war, wurde ſie doch noch durch ein ſchwarzes Dach überragt, dies war das Dach des Neubaues. Man erblickte in demſelben viele vergitterte Dachfenſter. Aus dem Dache ragte eine Eſſe hervor und das war eben die, welche die Schlafſäle durchzog.

Die Bel⸗Air, der höchſte Raum des Neubaues, war eine Art großen Saales unter dem Dach, geſchloſſen durch ein dreifaches Gitter und durch Thüren mit Eiſenblech und gewaltigen Nägeln beſchlagen. Wenn man durch das nördliche Ende eintrat, hatte man zu ſeiner Linken die vier Dachfenſter und zu ſeiner Rechten den Fenſteröffnungen gegenüber vier ziemlich große Käfige, die von einander durch einen Gang getrennt wurden und bis zu einer ge⸗ wiſſen Höhe aus Mauerwerk beſtanden, darüber aber aus einem Eiſengitter.

Thénardier ſaß ſeit der Nacht des 3. Februar in einem dieſer Käfige. Man hat nie entdecken können, wie und durch welches Einverſtändniß es ihm gelungen war, ſich in dieſem Gefängniſſe eine Flaſche Wein zu verſchaffen und zu verbergen, in welcher ein narcotiſches Mittel gemiſcht war und das die Bande der Endormeurs berüchtigt gemacht hat.

In vielen Gefängniſſen giebt es verrätheriſche Beamte,

die halb Kerkermeiſter, halb Spitzbuben ſind, welche die

Fluchtverſuche unterſtützen und der Polizei einen ungetreuen

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