Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Mein Herr, würden dieſe Mäuſe auch uns freſſen!

Gewiß, ſagte Gavroche.

Der Schrecken des Kindes erreichte den höchſten Gipfel. Aber Gavroche fügte hinzu:

Fürchte Dich nicht, ſie können nicht herein. Und dann bin ich auch hier! Da, nimm meine Hand! Schweig und ſchlafe!

Gavroche ergriff zugleich die Hand des Kleinen über ſeinen Bruder hinweg. Das Kind preßte die Hand an ſich und fühlte ſich beruhigt.

Muth und Kraft haben eine geheimnißvolle Gewalt der Mittheilung. Alles ſank in Schweigen und die Kinder fielen in ſüßen Schlaf.

Die Stunden der Nacht vergingen. Schatten bedeckten den ungeheuren FPlatz der Baſtille. Eiſige Winde miſchten ſich in den ſtoßweiſe wehenden Wind. Die Patrouillen durchſuchten die Thüren, die Thore, die Gänge, die Winkel, forſchten nach nächtlichen Vagabunden und gingen ſchwei⸗ gend an dem Elephanten vorüber. Das Ungeheuer, welches regungslos mit offenen Augen in die Finſterniß ſtarrte, ſchien, befriedigt über ſeine gute Handlung, zu träumen. Es ſchützte gegen den Himmel und die Menſchen die drei armen ſchlafenden Kinder.

Um das zu verſtehen, was folgen wird, müſſen wir erwähnen, daß um jene Zeit die Wache des Baſtillenplatzes an dem äußerſten Ende lag und das, was in der Nähe des Elephanten geſchah, von der Schildwache weder geſehen noch gehört werden konnte.

Gegen Ende der Stunde, welche unmittelbar dem Anbruch des Tages vorangeht, kam ein Menſch über die Rue Saint⸗Antoine gelaufen, wendete ſich quer über den Platz, bog um die Juliſäule und glitt durch die Paliſaden bis unter den Bauch des Elephanten. Wenn irgend ein Licht dieſen Menſchen beſchienen hätte, ſo würde er an