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phanten gedrungen. Zu gleicher Zeit ertönte ein wüthender Donnerſchlag.
Die beiden Kleinen ſtießen einen lauten Schrei aus und fuhren ſo raſch in die Höhe, daß das Gitter beinahe niedergeriſſen worden wäre. Allein Gavroche wendete ſein keckes Geſicht gegen ſie und lachte laut.
„Ruhig Kinder, zertrümmern wir das Gebäude nicht. Das iſt ein herrlicher Donner. Bravo, lieber Gott! Wahr⸗ haftig, das iſt beinahe ſo ſchön, wie im Theater!“
Darauf brachte er das Gitter wieder in Ordnung, ſchob die beiden Kinder gegen das Kopfende des Lagers, drückte auf ihre Kniee, damit ſie die Beine ausſtrecken ſollten und rief:„Da der liebe Gott ſein Licht angezündet, kann ich meines auslöſchen. Kinder, Ihr müßt ſchlafen, Ihr jungen Menſchenweſen. Es iſt ſehr ſchlecht, nicht zu ſchlafen. Hüllt Euch gut in die Decke! Ich löſche aus. Seid Ihr da?“
„Ja“, murmelte der Aeltere,„ich liege gut. Ich habe beinahe Federn unter dem Kopf.“
Die beiden Kinder drängten ſich aneinander. Gavroche legte ſie vollends auf die Matte zurecht, zog ihnen die Decke bis zu den Ohren hinauf, empfahl ihnen zum dritten Male, zu ſchlafen und blies ſein Licht aus.
Kaum war dies geſchehen, als ein eigenthümliches Zittern das Gitter erſchütterte, hinter dem die Kinder lagen. Es war, als ob Krallen und Zähne an den Kupferdrähten riſſen. Dabei ertönte leiſes ſchwaches Pfeifen.
Der kleine Fünfjährige, der dieſen Lärm dicht an ſeinem Kopfe hörte, wurde eiskalt vor Schrecken und ſtieß ſeinen älteren Bruder an; doch dieſer ſchlief bereits. Der Kleine, der ſich vor Furcht nicht zu laſſen wußte, wagte nun, Ga⸗ vroche zu rufen, aber nur ganz leiſe und mit angehaltenem
Athem:
„Mein Herr


