Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Sie wurden darüber nicht böſe. Ich ſagte ihnen: es iſt für den Elephanten.

Wieder entſtand eine Pauſe, dann ſagte er:

Man ſteigt über die Mauer und macht ſich luſtig über die Regierung, das iſt es.

Die beiden Kinder betrachteten mit furchtſamer und verdutzter Ehrerbietung das unerſchrockene und erfindungs⸗ reiche Weſen, welches gleich ihnen ein Vagabund war, ver laſſen gleich ihnen, ſchwächlich gleich ihnen und doch etwas Bewundernswerthes und Gewaltiges hatte, was ihnen übernatürlich zu ſein ſchien und deſſen Geſicht ein Gemiſch aller Geſichtsſchneidereien eines alten Seiltänzers mit dem unbefangenſten und reizendſten Lächeln bildete.

Mein Herr, ſagte ſchüchtern der Aeltere,Sie fürchten ſich alſo nicht vor den Stadtſergeanten?

Gavroche begnügte ſich mit der Antwort:

Burſche, man ſagt nicht Stadtſergeanten, ſondern man ſagt Einkeiler.

Der Kleinſte riß die Augen auf, aber er ſagte nichts.

Er ſtopfte ihm die Decke, wie eine Mutter gethan haben würde, ſchob die Matte unter ſeinem Kopfe mit Hülfe einiger alten Lumpen in die Höhe, ſo daß ſie ein Kopfkiſſen bildete, wendete ſich dann wieder zu dem Aelteren und ſagte:

Nun? iſt man hier nicht gut aufgehoben?

Ach, ja wohl! erwiderte der Aeltere, indem er Ga vroche anſah wie ſeinen Rettungsengel.

Die beiden ganz durchnäßten armen kleinen Kinder fingen an, ſich zu erwärmen.

Nun, fuhr Gavroche fort,weshalb weintet Ihr denn? Und auf den kleineren Bruder deutend, ſagte er: ſolch ein Bürſchchen, da will ich nichts ſagen, aber ein Großer, wie Du, zu weinen, das iſt einfältig; man ſieht da aus wie ein Kalb!