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Gavroche zog den oberen Theil des Gitters in die Höhe, ſo daß ſich unten eine Oeffnung zeigte.
„Bürſchchen, auf alle Viere!“ ſagte er dabei.
Vorſichtig ließ er ſeine Gäſte in den Käfig kriechen, kroch hinter ihnen hinein, ließ das Gitter wieder fallen und ſchloß die Oeffnung hermetiſch.
Sie ſtreckten ſich alle drei auf die Strohmatte.
So klein ſie auch waren, konnte doch keiner von ihnen in dem Alkoven aufrecht ſtehen.
Gavroche hielt noch immer ſeine Kellerratte in der Hand.
„Jetzt,“ ſagte er,„ſchlafet! Ich will den Kandelaber auslöſchen.“
„Mein Herr,“ fragte der ältere der beiden Brüder, indem er auf das Gitter deutete,„wozu iſt denn das?“
„Das,“ ſagte Gavroche ernſt,„iſt für die Ratten.— Schlaft!“
Indeß glaubte er ſich doch verpflichtet, einige Worte der Belehrung hinzuzufügen und fuhr fort:
„Das ſind Dinge aus dem botaniſchen Garten. Es dient für die wilden Thiere; es iſt ein ganzes Magazin voll davon. Man braucht nur über die Mauern zu klettern, durch ein Fenſter hineinzuſteigen und man hat ſo viel davon als man will.“
Indem er ſo ſprach bedeckte er mit einem Zipfel den Kleinſten, welcher flüſterte:„ach, das iſt gut! das iſt warm!“
Gavroche richtete einen zufriedenen Blick auf die Decke.
„Das iſt auch aus dem botaniſchen Garten,“ ſagte er. „Ich habe das den Affen genommen.“
Indem er dem Aelteſten die Matte zeigte, auf welcher er lag und die ſehr dicht und bewundernswürdig gearbeitet war, ſagte er:
„Das gehörte der Giraffe.“
Nach einer Pauſe fuhr er fort:
„Die Thiere hatten das Alles; ich nahm es ihnen. 11*


