Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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14 junge Leute, wie man wenige, und Prinzen, wie man keinen ſieht.

Während der Regierung Ludwig Philipps ſind die Preſſe, die Rednerbühne, das Gewiſſen und das Wort frei geweſen. Er ließ ſeinen Thron dem vollen Lichte ausge⸗ ſetzt und die Geſchichte wird ihm dieſe Redlichkeit anrechnen.

Ludwig Philipp wird jetzt durch das menſchliche Ge⸗ wiſſen gerichtet, wie alle hiſtoriſche Perſonen, die vom Vor⸗ platze abgetreten ſind. Sein Prozeß ſchwebt noch in erſter Inſtanz und für ſich betrachtet und aus dem Geſichts⸗ punkte der menſchlichen Güte iſt Ludwig Philipp einer der beſten Fürſten, welche je auf einem Throne ſaßen.

Was ſpricht gegen ihn? Eben dieſer Thron. Man nehme Ludwig Philipp den König, ſo bleibt der Menſch, und der Menſch iſt gut. Er iſt bisweilen gut bis zur Bewun⸗ derungswürdigkeit.

Für uns aber kommt in der Geſchichte, in welcher die Güte eine ſeltene Perle iſt, der, welcher gut iſt, beinahe vor dem, welcher groß war.

Ludwig Philipp wird ſtreng durch die Einen beurtheilt, hart vielleicht durch die Andern, und es iſt daher ganz ein⸗ fach, daß ein Menſch, der jetzt ein Phantom iſt, und dieſen König gekannt hat, vor der Geſchichte zu ſeinem Gunſten zeugt.

IV.

Riſſe unter dem Fundament.

In dem Augenblicke, wo das Drama, welches wir er⸗ zählen, in eine der tragiſchen Wolken ſich vertiefen wird,