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Wahrſcheinlich hatte der Gefangene in dem Augenblicke, als die Banditen ihn durchſuchten, dieſen Sou bei ſich gehabt und es war ihm gelungen, ihn in der Hand zu verbergen; als er dann die rechte Hand frei hatte, öffnete er ihn und be⸗ diente ſich der Säge, um die Stricke, mit denen er ge⸗ bunden war, zu durchſchneiden. Dies erklärt das leiſe Ge⸗ räuſch und die kaum merklichen Bewegungen, welche Marius geſehen hatte.
Da er ſich nicht hatte bücken können, aus Furcht, ſich zu verrathen, hatte er die Bande ſeines linken Beines nicht durchſchnitten.
Die Banditen hatten ſich von ihrer erſten Ueberra⸗ ſchung erholt.
„Sei ruhig,“ ſagte Bigrainelle zu Thénardier, er iſt noch mit dem linken Beine angebunden und wird nicht frei werden. Ich ſtehe dafür. Ich habe ihm die Pfote an⸗ geſchnürt.“
Indeß erhob der Gefangene die Stimme.
„Ihr ſeid Unglückſelige, doch mein Leben lohnt nicht der Mühe, ſo ſehr vertheidigt zu werden, wenn Ihr Euch einbildet, mich dahin bringen zu können, daß ich ſpreche, daß ich ſchreibe, was ich nicht ſchreiben will, daß ich ſage, was ich nicht zu ſagen Luſt habe.“
Er ſchob den Aermel ſeines linken Armes zurück und fügte hinzu:
„Seht.“
In demſelben Augenblicke ſtreckte er den Arm aus und legte auf das Fleiſch die glühende Scheere, die er an dem hölzernen Griff in der rechten Hand hielt.
Man hörte das Ziſchen des verſengenden Fleiſches; der eigenthümliche Geruch der Marterkammern verbreitete ſich in der Höhle; Marius bebte vor Entſetzen; die Ban⸗ diten ſelbſt fühlten ein Fröſteln; das Geſicht des merkwür⸗ digen Greiſes verzog ſich kaum, und während das rothe


