Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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beugte er ſich gegen den Kamin, ſtreckte die Hand gegen das Kohlenbecken aus, richtete ſich dann in die Höhe, und Thénardier, die Thénardier und die Banditen, die ergriffen in den Hintergrund der Höhle zurückwichen, ſahen erſtarrt, wie er die rothglühende Baumſcheere, von welcher finſter glühende Funken herabfielen, über den Kopf ſchwang, bei⸗ nahe frei und in einer drohenden Haltung.

Die gerichtliche Durchſuchung, zu welcher der Hinter⸗ halt in der Baracke Gorbeau ſpäter führte, hat conſtatirt, daß ein großer Sou, auf eine eigenthümliche Weiſe bear⸗ beitet, auf der Lagerſtätte gefunden wurde, als die Polizei hier Nachſuchung hielt; dieſer große Sou war eines jener Wunder der Induſtrie, welche die Geduld des Bagno oft in der Finſterniß und für die Finſterniß erfindet, Wunder, welche nichts anderes ſind, als Werkzeuge des Entrinnens. Dieſe entſetzlichen und feinen Producte einer wunderbaren Kunſt ſind in der Bijouterie das, was die Metapher in der Poeſie ſind. Es giebt Benevenuto Cellini's in dem Bagno. Der Unglückliche, der ſich nach Freiheit ſehnt, findet zuweilen ohne Werkzeuge mit einer Hippe, mit einem alten Meſſer das Mittel, einen Sou in zwei dünne Platten zu zerſchneiden und dieſe beiden Platten auszuhöhlen, ohne das Gepräge zu verletzen und dann am Rande die beiden Platten wieder zu vereinigen. Das läßt ſich nach Belieben auseinander nehmen und wieder zuſammenlegen; es iſt ein Käſtchen. In dieſem Käſtchen verbirgt man eine Uhrfeder und dieſe geſchickt gebrauchte Uhrfeder ſchneidet Gitter und Eiſenſtangen durch. Man glaubt, der unglückliche Züchtling beſitze nichts als einen Sou, allein er beſitzt in demſelben die Freiheit. Ein Sou dieſer Art wurde bei den ſpä teren Nachſuchungen der Polizei offen und in zwei Stücken in dem Loche auf der Lagerſtätte zunächſt dem Fenſter ge⸗ funden. Man entdeckte ebenſo eine kleine Säge von blauem Stahl, die in dem dicken Sou verborgen werden konnte.