Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Tochter iſt und finde es ganz natürlich, daß Sie dieſelbe bei ſich haben. Nun, hören Sie wohl, wird meine Frau ſie mit Ihrem Briefe aufſuchen. Ich habe meiner Frau befohlen, ſich ſo zu kleiden, wie Sie geſehen haben, damit Ihre Tochter ihr ohne Schwierigkeit folgt. Sie werden Beide, mit meinem Kameraden hintenauf, in den Fiaker ſteigen. Es ſteht irgendwo draußen bei einer Barrière eine Chaiſe, die mit zwei guten Pferden beſpannt iſt. Dahin wird man Ihre Tochter bringen. Sie ſteigt aus dem Fiaker, mein Kamerad ſteigt mit ihr in die Chaiſe und meine Frau kommt hierher, um uns zu ſagen: es iſt geſchehen. Was Ihre Tochter betrifft, ſo wird man ihr nichts zu Leide thun; die Chaiſe bringt ſie an einen Ort, wo ſie ganz ruhig ſein kann, und ſobald Sie mir die Kleinigkeit von zweimalhunderttauſend Francs ausgezahlt haben, giebt man ſie Ihnen zurück. Wenn Sie mich verhaften laſſen, verſetzt mein Kamerad der Lerche den Gnadenſtoß, das iſt Alles.“

Der Gefangene ſprach kein einziges Wort. Nach einer Pauſe fuhr Thénardier abermals fort:

„Das iſt ganz einfach, wie Sie ſehen. Es wird dabei nichts Böſes ſein, wenn Sie nicht wollen. Da es geſchehen iſt, erzähle ich Ihnen die Geſchichte. Ich mache Sie darauf aufmerkſam, damit Sie Beſcheid wiſſen.“

Er hielt inne; der Gefangene brach das Schweigen nicht und Thénardier nahm wieder das Wort:“

„Sobald meine Frau zurück iſt und mir geſagt hat: die Lerche iſt auf dem Wege, laſſen wir Sie los und es ſteht Ihnen frei, nach Hauſe zu gehen. Sie ſehen wohl, daß wir keine böſe Abſichten hatten.“

Entſetzliche Bilder ſchwebten Marius immer vor Augen. Wie! das junge Mädchen, das man entführte, ſollte man nicht herbringen! Eines dieſer Ungeheuer ſollte es fortſchaffen? Wohin? Und wenn ſie es war! Offenbar war ſie es! Marius fühlte die Schläge ſeines Herzens ſtocken.

Wo dieſ füre jun Me

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