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Die rauhe Stimme der Thénardier antwortete:
„Sei ganz ruhig. Ich habe ihn ſicher verſteckt.“
Noch war keine Minute verfloſſen, als man den Knall einer Peitſche hörte, der ſich allmälig verminderte und dann gänzlich verſtummte.
„Gut!“ brummte Thénardier.„Sie fahren tüchtig zu. Bei dieſem Galopp wird die Frau in drei Viertelſtunden zurück ſein.“
Er rückte ſeinen Stuhl an den Kamin, ſetzte ſich, kreuzte die Arme über der Bruſt und hielt ſeine Stiefel gegen das Kohlenbecken.
„Meine Füße ſind kalt“, ſagte er.
Es blieben in dem Loche mit Thénardier und dem Ge⸗ fangenen nur noch fünf Banditen. Dieſe Menſchen hatten unter ihren Masken oder der ſchwarzen Farbe, welche ihr Geſicht bedeckte und je nach der Wahl der Furcht aus ihnen Kohlenbrenner, Neger oder Dämonen machte, ein mürriſches finſteres Weſen und man fühlte, daß ſie ein Verbrechen wie ein Geſchäft ganz ruhig, ohne Zorn und Mitleid vollbringen würden, wie eine Art Zeitvertreib. Sie waren in einer Ecke zuſammengedrängt wie wilde Thiere, die ſcheu ſind. Thénardier wärmte ſich die Füße. Der Gefangene war wieder in ſein Schweigen verſunken. Eine finſtere Stille folgte auf den wilden Lärm, der einige Augen⸗ blicke zuvor die Kammer erfüllte.
Das Licht, an welchem ſich eine dicke Schnuppe abge⸗ ſetzt hatte, beleuchtete kaum den weiten Raum; das Kohlen⸗ becken war dunkler geworden und alle die entſetzlichen Köpfe warfen mißgeſtaltete Schatten an die Wände und die Decke.
Man hörte kein anderes Geräuſch, als den ruhigen Athem des ſchlafenden betrunkenen Greiſes.
Marius wartete in einer Angſt, die durch Alles ge⸗ ſteigert wurde. Das Räthſel war undurchdringlicher wie je.


