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Der Gefangene unterzeichnete.
„Da zwei Hände erforderlich ſind, um den Brief zu⸗ ſammen zu brechen, geben Sie ihn mir. Ich werde ihn falten!“
Als dies geſchehen war, nahm Thénardier wieder das Wort:
„Schreiben Sie die Adreſſe: An Fräulein Fabre, in Ihrer Wohnung. Ich weiß, daß Sie nicht ſehr weit von hier entfernt wohnen, in der Gegend von Saint⸗ Jacques du Haut⸗Pas, weil Sie dort täglich in die Meſſe gehen, aber ich weiß nicht, in welcher Straße Ihre Woh⸗ nung liegt. Ich ſehe, daß Sie Ihre Lage begreifen. Da Sie hinſichtlich Ihres Namens nicht gelogen haben, werden Sie auch hinſichtlich Ihrer Adreſſe nicht lügen. Schreiben Sie ſie ſelbſt auf.
„Der Gefangene dachte einen Augenblick nach, nahm dann die Feder und ſchrieb:
„An Fräulein Fabre bei Herrn Urban Fabre, Rue St. Dominique d'Enfer Nr. 17.“
Thenardier ergriff den Brief mit einer Art fieberhaften Krampfes.
„Weib!“ rief er.
Die Thénardier eilte herbei.
„Hier iſt der Brief, Du weißt, was Du damit zu thun haſt. Ein Fiaker ſteht unten. Fahre ſogleich fort und komme eilend wieder.“
Und ſich an den Mann mit dem Hammer wendend, fügte er hinzu:
„Da Du doch Deine Maske abgelegt haſt, begleite die Frau. Du wirſt hinten auf den Fiaker ſteigen. Du weißt, wo Du die Chaiſe gelaſſen haſt?“
„Ja“, ſagte der Mann.
„Verliere nur den Brief nicht! Bedenke, daß Du zwei⸗
malhunderttauſend Francs in der Taſche haſt.“ Die Elenden. vI. 11


