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„Nun, ſchreiben Sie nur immerhin“, erwiderte Thé⸗ nardier und begann wieder zu dictiren:
„Komm auf der Stelle. Ich bedarf Deiner unbedingt. Die Perſon, die Dir dieſen Brief übergeben wird, iſt be⸗ auftragt, Dich zu mir zu führen. Ich erwarte Dich. Komm mit vollem Vertrauen!“
Herr Leblanc hatte Alles geſchrieben. Thénardier fuhr fort:
„Streichen Sie:„„komm mit vollem Vertrauen““ aus. Das könnte auf die Vermuthung bringen, die Sache ſei nicht ganz einfach, und daraus Mißtrauen entſtehen.“
Herr Leblanc ſtrich die vier Worte aus.
„Jetzt“, fuhr Thénardier fort,„unterzeichnen Sie.“
Der Gefangene legte die Feder hin und fragte:
„An wen iſt der Brief?“
„Sie wiſſen es wohl“, erwiderte Thénardier.„An die Kleine. Ich habe es Ihnen ja geſagt.“
Offenbar vermied es Thénardier, das junge Mädchen, von dem die Rede war, zu nennen. Er ſagte„die Lerche“, er ſagte„die Kleine“, aber er ſprach den Namen nicht aus. Vorſicht eines gewandten Menſchen, der vor ſeinen Helfers⸗ helfern ſein großes Geheimniß bewahrte. Den Namen zu nennen, hätte geheißen, ihnen die ganze Angelegenheit aus⸗ zuliefern und ihnen mehr zu ſagen, als ſie zu wiſſen nöthig hatten.
Er fuhr fort:
„Unterzeichnen Sie. Wie heißen Sie?“
„Urban Fabre.“
Mit der Bewegung einer Katze ſteckte Thénardier raſch die Hand in die Taſche und zog das Taſchentuch hervor, das er Herrn Leblanc abgenommen hatte. Er ſuchte nach dem Zeichen und näherte es dem Lichte.
„U F. Richtig. Urban Fabre. Nun wohl, ſo unter⸗ zeichnen Sie U. F.“
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