Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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10 eines Kloſters, ein ſchlecht gemachtes Kleid von grobem ſchwarzen Merino. Sie ſchienen Vater und Tochter zu ſein.

Marius beobachtete zwei oder drei Tage lang dieſen alten Mann, der noch kein Greis war, und dieſes kleine Mädchen, das noch kein Mädchen war. Dann achtete er nicht weiter auf ſie. Sie ihrerſeits ſchienen ihn nicht ein⸗ mal zu ſehen. Sie ſprachen mit einander mit einem ruhigen und gleichgültigen Weſen. Die Tochter ſchwatzte beſtändig und heiter. Der alte Mann ſprach wenig und zuweilen richtete er auf ſie die Augen mit dem Ausdrucke unaus⸗ ſprechlichen Vatergefühls.

Marius hatte unwillkürlich die Gewohnheit angenom

men, in dieſer Allee auf und nieder zu gehen. Er fand ſie

beſtändig dort.

Hier, wie die Dinge gingen:

Marius kam am liebſten von dem Ende der Allee, das ihrer Bank entgegengeſetzt lag; er ging dann die ganze Länge der Allee hinauf, an ihnen vorüber, kehrte dann wieder um bis zu dem äußerſten Ende, von wo er gekom men war, und wiederholte dann ſeinen Spaziergang. Dieſen Weg machte er auf ſeiner Promenade fünf bis ſechs Mal, und dieſe Promenade fünf oder ſechs Mal wöchentlich, ohne daß dieſe Leute und er bisher noch dahin gelangt waren, einen Gruß mit einander zu wechſeln. Dieſer Mann und dieſes junge Mädchen hatten, obgleich und vielleicht auch weil ſie die Blicke zu vermeiden ſchienen, ganz natürlich einige Aufmerkſamkeit bei den fünf oder ſechs Studenten erregt, die von Zeit zu Zeit den Weg an der Pepinieère verfolgten, oder auch nach ihrer Parthie Billard. Cour feyrac, der zu den Letzteren gehörte, hatte ſie einige Zeit beobachtet, allein da er die Tochter häßlich fand, ſich ſchnell und ſorgfältig von ihnen abgewandt. Er war geflohen wie ein Panther, indem er ihnen auf ſeiner Flucht eine Schmähung zuſchleuderte. Ihm war nichts aufgefallen, als das Kleid

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