Teil eines Werkes 
3. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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ſeine Stube ausfegte und von der Courfeyrac ſagte:Da Marius ſieht, daß ſeine Aufwärterin einen Bart hat, trägt er keinen.

Die Andere war eine Art kleiner Mädchen, das er ſehr oft ſah, aber nie anſah.

Seit länger als einem Jahre bemerkte Marius in der verödeten Allee des Lurembourg einen Mann und ein ganz junges Mädchen, welche beinahe immer neben einander auf derſelben Bank am äußerſten und einſamſten Ende der Allee gegen die Rue de l['Oueſt ſaßen. So oft der Zufall, der ſich in die Spaziergänge der Leute miſcht, deren Auge nach innen gewendet, Marius nach dieſer Allee führte, und das geſchah beinahe täglich, fand er hier dieſes Paar. Der Mann konnte einige ſechszig Jahre zählen; er ſah traurig und ernſt aus; ſeine ganze Erſcheinung zeigte jenes kräftige und unerſchöpfte Weſen aus dem Dienſt zurückgezogener Kriegsmänner. Hätte er einen Orden gehabt, ſo würde Marius geſagt haben, das iſt ein alter Offizier. Er ſah gut aus, aber unzugänglich und richtete ſein Auge nie auf den Blick eines anderen Menſchen. Er trug blaue Beinkleider, einen blauen Ueberrock und einen breiträndigen Hut, welche ſtets neu zu ſein ſchienen, eine ſchwarze Hals⸗ binde und ein Quäkerhemd, das heißt von blendender Weiße, aber von grober Leinewand. Eine Griſette, die eines Tages an ihm vorüberging, ſagte:Das iſt ein ſehr ſauberer Wittwer. Er hatte ſehr weiße Haare.

Das erſte Mal, als das junge Mädchen, welches ihn begleitete, ſich zu ihm auf die Bank ſetzte, welche ſie für ſich genommen zu haben ſchienen, war es eine Art von Mädchen von 13 bis 14 Jahren, mager, ſo daß ſie beinahe häßlich ausſah, linkiſch, unbedeutend, und verſprach höch⸗ ſtens, ſchöne Augen zu haben. Nur waren dieſe beſtändig mit einer Art ungefälliger Zuverſicht erhoben. Sie trug die ziemlich alte und kindliche Kleidung der Penſionairinnen