Teil eines Werkes 
3. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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das Einzige, was die Wahrheit aus der Tiefe ihres Brun⸗ nens erblicken kann.

Das hinderte ihn indeß nicht, die Pläne, die Zuſam⸗ menſetzungen, die Projecte der Zukunft zu vermannigfaltigen. Wenn bei dieſem Zuſtand der Träumerei ein Auge in Ma⸗ rius' Inneres hätte blicken können, ſo würde es durch die Reinheit dieſer Seele geblendet worden ſein. In der That, wenn es unſern fleiſchlichen Augen gegeben wäre, in das Gewiſſen Anderer blicken zu können, ſo wüärde man einen Menſchen viel richtiger nach dem beurtheilen können, was er träumt, als nach dem, was er denkt. In dem Gedanken liegt Willen, in dem Traume nicht. In ſolchen Eingebun⸗ gen kann man weit mehr als in geordneten Begriffen den wahren Charakter jedes Menſchen wieder finden. Jeder träumt das Unbekannte und das Unmögliche nach ſeiner Natur.

Gegen die Mitte dieſes Jahres 1831 erzählte die Alte, welche Marius bediente, daß man ſeine Nachbarn, die elende Wirthſchaft Jondrette, auf die Straße werfen würde. Ma⸗ rius, der beinahe ſeinen ganzen Tag außerhalb zubrachte, wußte kaum, daß er Nachbarn hatte.

Weshalb ſchickt man ſie fort? fragte er.

Weil ſie ihre Miethe nicht bezahlen und zwei Termine ſchuldig ſind.

Wie viel beträgt das?

Zwanzig Francs, ſagte die Alte.

Marius hatte in einem Käſtchen dreißg Francs zurück⸗ gelegt.

Nehmen Sie, ſagte er zu der Alten,hier ſind fünf⸗ undzwanzig Francs. Bezahlen Sie für die armen Leute, geben Sie ihnen fünf Francs, und ſagen ſie nicht, daß es von mir kommt.

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