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ſah keinen Grund ein, ſeinen Broderwerb zu ändern. Die kaufmänniſche und unbekannte Handlung, für welche er ar⸗ beitete, hatte ihm zuletzt ein ſicheres Einkommen ausgewor⸗ fen, eine Arbeit, die wenig Mühe machte, und ein Einkom⸗ men, das, wie wir dies erklärten, ihm genügte.
Einer der Buchhändler, welcher ihn beſchäftigte, Herr Magimell, glaube ich, hatte ihm den Antrag gemacht, ihn zu ſich zu nehmen, ihm eine gute Wohnung zu geben, ihm regelmäßige Arbeit zu überweiſen und ihm 1500 Francs jährlich zu zahlen. Gut wohnen! 1500 Francs! Ganz gut! Aber auf ſeine Freiheit verzichten, ein beſoldeter Schreiber ſein? Eine Art von Schriftſteller⸗Commis? Nach der An⸗ ſicht, welche Marius von dieſer Stellung hatte, wurde ſeine Lage, indem er ſie annahm, zugleich beſſer und ſchlimmer; er gewann an Wohlbehagen und verlor an Würde; es war ein vollſtändiges und ſchönes Unglück, welches ſich in eine häßliche Verlegenheit verwandelte; ſo etwas wie ein Blinder, der einängig geworden wäre. Er ſchlug es ab.
Marius lebte einſam. In Folge ſeiner Neigungen außerhalb von Allem zu bleiben, und vielleicht auch zu ſehr eingeſchüchtert, war er nicht entſchieden in die Geſellſchaft eingetreten, der Enjolras vorſtand. Man war gute Kame⸗ raden geblieben, man war bereit, ſich gelegentlich auf edle Weiſe gegenſeitig Beiſtand zu leiſten; aber weiter auch nichts. Marius hatte zwei Freunde, einen jungen, Cour⸗ fehrac, einen allen, Herr Mabeuf. Er näherte ſich mehr dem alten zu. Zunächſt verdankte er ihm die Revolution, die in ihm vorgegangen; er dankte es dem Greiſe, daß er ſeinen Vater kennen und lieben gelernt hatte;
„Er hat mir den Staar geſtochen.“
Ganz gewiß war dieſer Kirchenvorſteher für ihn ent⸗ ſcheidend geweſen.
Indeß war Herr Mabenf bei dieſer Gelegenheit nichts anders als ein ruhiger und theilnahmloſer Vermittler der Vor⸗
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