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— zuweilen im Kothe ſogar, mit dem Kopfe im Licht. Er iſt feſt, heiter, ſanft, friedlich, aufmerkſam, ernſt, zufrieden mit
Wenigem, wohlwollend; er dankt Gott, ihm die beiden
Reichthümer verliehen zu haben, welche andern Reichen man⸗ geln! die Arbeit, die ihm frei, den Gedanken, der ihn wür⸗ dig macht.
Das iſt es, was in Marius vorgegangen war. Er hatte ſelbſt, um Alles zu ſagen, ſich ein wenig zu ſehr der Betrachtung überlaſſen. Von dem Tage an, wo es ihm gelungen war, ſeinen Lebensunterhalt mit ziemlicher Gewiß⸗ heit zu gewinnen, war er dabei ſtehen geblieben, indem er es für gut fand, arm zu ſein, und verminderte die der Arbeit gewidmete Zeit, um ſie dem Denken zuzuwenden, das heißt, er brachte zuweilen ganze Tage damit hin, zu denken, verſenkt wie ein Viſionair in die ſtumme Wolluſt der Extaſe des innern Entzückens. Er hatte ſich als Problem ſeines Lebens geſtellt, ſo wenig als möglich die materielle Arbeit zu verrichten, um ſo viel als möglich die untaſtbare Arbeit zu vollbringen, oder mit anderen Worten, einige Stunden dem wirklichen Leben und die übrige Zeit dem Unendlichen zu weihen. Da er glaubte, daß es ihm an nichts mangelte, bemerkte er nicht, daß das Nachdenken, ſo begriffen, endlich zu einer ron den Formen der Trägheit wird; daß er ſich damit begnügt hatte, den erſten Nothwendigkeiten des Lebens zu genügen und daß er zu viel ruhe.
Offenbar konnte das für dieſe kräftige und edle Natur nur ein Uebergangszuſtand ſein und bei dem erſten Stoße gegen die unvermeidlichen Beſtimmungen des Geſchickes mußte Marius erwachen.
Inzwiſchen führte Marius, obgleich er Advokat war und ungeachtet deſſen, was der Vater Gillenormand von ihm dachte, keine Prozeſſe. Die Träumerei hatte ihn davon abgehalten. Die Gerichtsverhandlungen zu beſuchen, nach Clienten zu trachten war ihm langweilig. Wozu auch? Er


