großen Verzweiflung“ des Herrn Gillenormand kehrte der Blutſauger nicht zurück.
„Ich konnte aber doch nicht Anders handeln als ihn fortjagen,“ ſagte der Großvater zu ſich ſelbſt. Und dann fügte er hinzu:„Käme es noch einmal, würde ich es dann wieder ſo machen?“ Sein Stolz antwortete auf der Stelle: ja, allein der alte Kopf, den er dazu ſchüttelte, antwortete im Stillen traurig nein. Er hatte ſeine Stunden der Niedergeſchlagenheit, Marius fehlte ihm. Die Greiſe be⸗ dürfen der Zuneigung wie der Sonne. Das iſt Wärme für ſie. Wie groß auch ſeine natürliche Kraft ſein mochte, hatte doch Marius' Abweſenheit Etwas in ihm verändert. Um nichts in der Welt hätte er dieſen„kleinen Schelm“ einen Schritt entgegenkommen mögen; aber er litt darunter. Er erkundigte ſich nie nach ihm, aber er dachte beſtändig an ihn. Er lebte zurückgezogener als je. Er war noch wie ſonſt luſtig und heftig, aber ſeine Heiterkeit hatte eine krampfhafte Härte, als ob ſie Schmerz und Zorn enthielt, und ſeine Heftigkeit endete ſtets mit einer Art von ſanfter finſterer Niedergeſchlagenheit. Er ſagte:„ach, wenn er wiederkäme, welch eine tüchtige Ohrfeige würde ich ihm geben!“
Die Tante dachte zu wenig, um viel zu lieben; Mapius war für ſie nur noch eine Art ſchwarzer unbeſtimmter Sil⸗ houette, und ſie war dahin gekommen, ſich mit ihm viel weniger zu beſchäftigen als mit der Katze oder dem Pa⸗ pagei, die ſie wahrſcheinlich hatte.
Was das geheime Leiden des Vater Gillenormand noch ſteigerte, war, daß er es in ſich verſchloß und nichts davon errathen ließ. Sein Kummer glich ven unerfundenen Oefen, welche ihren Rauch ſelbſt verzehren. Zuweilen geſchah es, daß ungeſchickte Zudringliche von Marius zu ihm ſprachen und ihn fragten:„was macht denn Ihr Herr Enkel?“ oder:„was iſt aus ihm geworden?“
trau er
Gl ihn voll dem
ſet


