Teil eines Werkes 
3. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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glaubte, er ſei in das Ausſand gegangen. Seine Gläubiger hatten ihn ebenfalls geſucht, mit weniger Liebe, als Marius, aber mit eben ſo viel Ausdauer, hatten ſeiner aber nicht habhaft werden können. Marius beſchuldigte ſich ſelbſt, daß ſeine Nachforſchungen keinen Erfolg gehabt hatten. Es war die einzige Schuld, die der Oberſt ihm hinterlaſſen hatte, und Marius hielt ſich durch ſeine Ehre verpflichtet, ſie zu bezahlen.

„Wie!“ dachte er,„als mein Vater ſterbend auf dem Schlachtfelde lag, wußte Thénardier ihn unter Pulverdampf und Kartätſchenhagel aufzufinden, um ihn auf ſeinen Schul⸗ tern hinweg zu tragen; gleichwohl war er ihm nichts ſchul⸗ dig, und ich, der ich Thénardier ſo viel ſchuldig bin, ich ſollte ihn nicht in der Dunkelheit auffinden können, in wel⸗ cher er mit dem Tode ringt, und ihn meinerſeits wieder in das Leben zurücktragen?— O, ich werde ihn finden!“

Um Thonardier aufzufinden, hätte Marius in der That einen ſeiner Arme hingegeben, und um ihn aus dem Elend zu reißen, all ſein Blut.

Thénardier zu finden, ihm irgend einen Dienſt zu leiſten, und ihm dann zu ſagen:„Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie! Verfügen Sie über mich!“ das war der lieblichſte und herrlichſte Traum, den Marius hegte.

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