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wiederholen ſie hier ihre leichtfertigen Geſänge. Sie ſind hier, oder beſſer geſagt, ſie exiſtiren hier fern von jedem Glück in dem milden Lichte des Mai oder des Juni, nieder⸗ gekniet um ein Loch in der Erde, Kugeln mit den Fingern ſchnellend, ſich um Liers zankend, unverantwortlich luſtig, ausgelaſſen, glücklich. Sobald ſie einen Wanderer erblicken, erinnern ſie ſich daran, daß ſie eine Induſtrie haben, daß ſie ihren Lebensunterhalt gewinnen müſſen und bieten einen alten mit Maikäfern gefüllten Strumpf oder einen Büſchel Flieder zum Verkauf an. Dieſes Begegnen eigenthümlicher Kinder iſt eine der Reize von der Umgegend von Paris. Zuweilen giebt es unter dieſen Haufen von Knaben auch kleine Mädchen;— ſind das ihre Schweſtern?— heinahe junge Mädchen, mager, fieberhaft, bleich, mit rothen Flecken, geſchmückt mit Kornähren oder wilden Mohn, barfuß. Man ſieht Einige in dem Korn Kirſchen eſſen. Am Abend hört man ſie lachen. Dieſe Gruppen, hell beſchienen von der Mittagsſonne oder in der Abenddämmerung erblickt, be⸗ ſchäftigen lange Zeit den Denker und dieſe Viſionen miſchen ſich in ſeine Träume.
Paris als Mittelpunkt die Stadtgrenze als Umkreis, das iſt für dieſe Kinder die ganze Erde. Darüber hinaus wagen ſie ſich nie. Sie können die pariſer Atmosphäre ebenſowenig verlaſſen wie der Fiſch das Waſſer. Für ſie giebt es zwei Meilen jenſeits der Barrière nichts mehr: Jvry, Gentilly, Arcueil, Belleville, Aubervilliers, Ménilmontant, Choiſy⸗le⸗ Roi, Billancourt, Meudon, Iſſy, Vanvre, Sovres, Puteaux, Neuilly, Gennevilliers, Colombes, Romainville, Chatou, Asnidres, Bougival, Nanterre, Enghien, Noiſy⸗le⸗Sec, Nogent, Gournay, Dranch, Goneſſe; damit endet ihre Welt


