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eine Quelle mächtiger Erinnerungen. Der kahle Raſen, die ſteinigen Fußpfade, die Kreide, der Mergel, der Gyps, die nackte Eintönigkeit der Felder, die plötzlich in einem Thal erblickten Pflanzen des Gemüſegärtners, dies Gemiſch des Wilden und des Bürgerlichen, dieſe öden Flächen, zu denen die Trommeln der Garniſon lärmend herübertönen, dieſe Thebalden am Tage und Raubhöhlen in der Nacht, das Alles zog ihn an.
Faſt Niemand auf Erden kennt die eigenthümlichen Orte, die Glacidre, die Cunette, die abſcheuliche Mauer von Grenelle, befleckt durch Kugeln, den Mont⸗Pornaſſe, den Mont⸗Souris, die Tombe⸗Iſſoire, die Pierre Plate von Chatillon, wo ein alter ausgenutzter Steinbruch liegt, der nur noch dazu dient, Pilze hervorzubringen und der durch eine Fallthür von verhüllten Brettern bedeckt wird. Die Campagna von Rom iſt ein Begriff und der Stadtbezirk von Paris iſt ein anderer; in dem, was uns der Horizont bietet, nichts zu ſehen als Felder, Häuſer oder Bäume heißt auf der Oberfläche bleiben; alle Außenſeiten der Dinge ſind Gedanken Gottes. Der Ort, an welchem eine Ebene ſich mit einer Stadt verbindet, trägt ſtets einen ergreifenden melancholiſchen Stempel. Natur und Menſchheit ſprechen hier zu gleicher Zeit zu uns. Es zeigen ſich die örtlichen Eigenthümlichkeiten.
Wer gleich uns in den Einſamkeiten umhergeirrt iſt, welche an unſere Vorſtädte grenzen, die man die Ränder von Paris nennen könnte, wird hier und dort an den ödeſten Orten, in den unerwartetſten Augenblicken hinter einer dünnen Hecke oder in einem finſtern Winkel Kinder erblickt haben, lärmend, ſchmutzig, ſtaubig, zerlumpt, mit Kornblumenkränzen
gekrönt, ſpielend. Das ſind alle die kleinen Flüchtlinge der
armen Familien, der äußere Boulevard iſt der Mittelpunkt, auf dem ſie athmen können; das Weichbild der Stadt gehört ihnen. Sie laufen hier fortwährend hinter die Schule. Ungezwungen


