Teil eines Werkes 
2. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Mich friert, ſagte Jean Valjean.

Dieſe Aeußerung erinnerte Fauchelevent an die Wirk⸗ lichkeit und dieſe war dringend. Selbſt wieder zur Be⸗ ſinnung gekommen, empfanden die beiden guten Männer, ohne ſich davon Rechenſchaft geben zu können, Etwas von jener Unruhe, jenen eigenthümlichen Eindruck, welchen der⸗ gleichen trübe Orte hervorbringen.

Machen wir ſchnell, daß wir hier fortkommen, rief Fauchelevent.

Er fuhr in die Taſche und zog eine Flaſche hervor, mit der er ſich verſorgt hatte.

Zunächſt aber einen Schluck, ſagte er.

Der Schluck vollendete, was die freie Luft begonnen hatte. Jean Valjean that einen Zug Branntwein und ge⸗ langte wieder zur vollen Selbſtbeherrſchung.

Er ſtieg aus dem Sarge und leiſtete Fauchelevent Beiſtand, den Deckel wieder aufzunageln.

Drei Minuten darauf waren ſie wieder aus dem Grabe heraufgeſtiegen. Uebrigens war Fauchelevent jetzt auch ruhig. Er ließ ſich Zeit. Der Kirchhof war geſchloſſen. Die Rückkehr des Todtengräbers Gribier war nicht zu fürchten. DieſerRecrut war zu Hauſe damit beſchäftigt, ſeine Karte zu ſuchen und natürlich verhindert, ſie in ſeiner Wohnung zu finden, da ſie in der Taſche Fauchelevents ſteckte. Ohne Karte konnte er nicht auf dem Gottesacker zurückkehren. Fauchelevent nahm die Schaufel und Jean Valjean den Spaten und Beide vollendeten die Beerdigung des leeren Sarges.

Als die Grube gefüllt war, ſagte Fauchelevent zu Jean Valjean:

Gehen wir. Ich behalte die Schaufel; tragen Sie den Spaten fort.

Die Nacht brach ein.

Jean Valjean hatte einige Mühe, ſich zu bewegen und