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auf dem Melonenbeete. Sonderbar erſchien es ihm, daß das Geräuſch der Glöckchen allen Bewegungen dieſes Men⸗ ſchen folgte. Näherte ſich der Mann, ſo näherte ſich auch das Geräuſch, entfernte er ſich, ſo entfernte das Geräuſch ſich ebenfalls; machte er irgend eine raſche Bewegung, ſo begleitete ein lebhaftes Schellen dieſelbe, ſtand er ſtill, ſo hörte der Ton auf. Offenbar ſchienen die Glöckchen an dem Menſchen befeſtigt zu ſein. Was konnte aber das be⸗ deuten? Was war das für ein Menſch, der eine Glocke trug, wie eine Ziege oder eine Kuh?
Indem er dieſe Fragen an ſich richtete, berührte er Coſette's Hand. Sie war eiskalt.
„O mein Gott!“ ſagte er.
Er rief ſie mit leiſer Stimme.
„Coſette!“
Sie öffnete die Augen nicht.
Er ſchüttelte ſie heftig.
Sie erwachte nicht.
„Sollte ſie todt ſein?“ rief er, richtete ſich haſtig empor und erbebte vom Kopf bis zu den Füßen.
Die entſetzlichſten Gedanken fuhren ihm in buntem Ge wirr durch den Kopf. Es giebt Augenblicke, in welchem gräßliche Vermuthungen uns belagern, wie ein Schwarm von Furien und die Fächer unſeres Gehirns zu erſtürmen ſuchen. Wenn es ſich um Die handelt, die wir lieben, er⸗ findet unſere Klugheit alle Arten von Unſinn.
Jean Valjean erinnerte ſich, daß der Schlaf in freier Luft während einer kalten Nacht tödtlich ſein kann.
Coſette war leichenblaß zu ſeinen Füßen hingeſunken, ohne eine Bewegung zu machen.
Er lauſchte auf ihren Athem; er hörte ihn aber ſo ſchwach, daß er jeden Augenblick erlöſchen zu wollen ſchien. Wie ſollte er ſie erwärmen? wie erwecken? Alles An⸗
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