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„Sie?“
„Ja, ich, der ich ein Unſinniger geweſen bin, indem ich in meiner Bruſt die Liebe erſticken zu können gl ubte, welche Du mir einflößteſt! Ich, der ich ein Böſewicht war, als ich, um mich an Ferdinand Mondego zu rächen, das Gebäude Deines Glück's zertrümmerte und Dich ſein Elend und ſeine Schande theilen ließ!“
„Prieſter, was ſagen Sie und wer ſind Sie, daß Sie ſo mit Reue von meiner Vergangenheit ſprechen?“
„Mercedes, Mercedes, ich wäre Deiner Verzeihung nicht würdig, wenn ich nicht fühlte, daß ich wahrhaft be⸗ reue! Verzeihe mir alſo—“
„O, allmächtiger Gott!“ murmelte ſie,„wer Sie auch ſein mögen— ich verzeihe Ihnen von Grund meines Herzens.“
„Dank, Dank—“
„Edmund!“ ſagte ſie mit leiſer, kaum hörbarer Stimme.
„Ja, ich bin es, ich bin es, Mercedes, Dein grau⸗ ſamer, wahnſinniger Geliebter! O, ich bedurfte Deiner Verzeihung, um auch in Frieden ſterben zu können.“
„Mein Sohn!“ rief plötzlich Mercedes, während die Flamme des Fiebers und des Wahnſinn's ihre Wangen röthete,„mein Sohn! Dieſer Mann will ſich vielleicht noch⸗ mals an Dir für das Unrecht rächen, welches Dein Va⸗ ter an ihm begangen.“
„Erbarmen!“ ſagte Edmund, indem er mit unwill⸗ kürlicher Bewegung ſeine Hand auf die Bruſt drückte.
„Meine Mutter, beruhigen Sie ſich— hier bin ich,“ rief Albert, indem er ſich in ihre Arme warf.
Edmund entfernte ſich nun von dem Bette, nahm das an der Wand hängende elfenbeinerne Crucifir in die Hände und begann ein Gebet für Mercedes' Seele.
Eine halbe Stunde lang herrſchte tiefes Schweigen,
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