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enden ſollten, wie der Glanz der Sterne am Himmel er⸗ bleicht, wenn die Morgenröthe emporſteigt.
Mercedes' ruhiges Antlitz war der Ausdruck der voll⸗ ſtändigſten und frömmſten Ergebung.
Je weiter die verhängnißvolle Periode des Uebels vor⸗ rückte, deſto ruhiger ſchien ſie zu werden und zeigte auf dieſe Weiſe die Reinheit ihrer unſchuldigen Seele.
Der Glanz des Himmels ſpiegelte ſich in ihrem gan⸗ zen Weſen. Sie ſchien ſchon nicht mehr dieſer Welt anzu⸗ gehören, und als es Abend ward, hätte man ſie für einen Friedensengel halten können, der vom Himmel herabgeſtie⸗ gen wäre, um neben Albert Platz zu nehmen und ihm das chriſtliche Wort„Ewigkeit“ zuzuflüſtern.
Mercedes ſchien zu fürchten, daß ſie in einen beſin⸗ nungsloſen Zuſtand verfallen werde. Sie bat daher Gott, ihr den vollkommenen Gebrauch ihrer Geiſteskräfte bis zu ihrer letzten Stunde zu bewahren, um ſterbend ihrem Sohne ihren letzten Abſchiedsgruß ſagen zu können.
Eines Nachts fühlte ſich Mercedes ſehr matt. Ein furchtbarer Druck ſchien auf ihr zu laſten. Es war ihr, als fehle dem Zimmer die Luft. Sie ſetzte ſich in ihrem Bette auf und rief Albert, der ſofort bei ihr war.
Der junge Mann zitterte, als er das bleiche, leichen⸗ ähnliche Geſicht ſeiner Mutter erblickte. Ein kalter Schweiß bedeckte ſeine Stirn und ſein Herz pochte, als wollte es die Bruſt zerſprengen.
„Mein Sohn,“ ſagte Mercedes zu ihm, indem ſie ſich bemühete zu lächeln,„ich will mich bereit machen, vor Gott zu erſcheinen!“
„Wie! jetzt ſchon, meine Mutter?“ ſagte Albert, der kaum ſprechen konnte, indem er zugleich mit Liebe und Ehrfurcht Mercedes' gebrechlichen Körper umarmte.
„Ja, ja,“ antwortete ſie, indem ſie immer bleicher


