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ſen iſt und ſich kaum Sonn— und Feſttag's Nachmittags auf eine halbe Stunde öffnet.
Dieſe kleine Kapelle und das auf der entgegengeſetzten Seite ſtehende Haus waren, ſo zu ſagen, die Anfänge der Gebäude, welche gegenwärtig hier ſtehen und gleichſam als Avantgarde der Stadt dieſe Anhöhen bevölkern.
Albert Mondego und Mercedes bewohnten noch das kleine Haus des vormaligen Catalonierdorfes. Albert, der aus der Hand deſſelben Prieſters, der ſchon der Dolmet⸗ ſcher des Willens Benedetto's geweſen, das Geſchenk em⸗ pfangen, welches dieſer ihm übermachte, begann mit dieſem Kapital den kleinen Handel, nach welchem er ſchon ſeit lan⸗ ger Zeit getrachtet. Der Name Benedetto's ward von Al⸗ bert und ſeiner Mutter in dem ſtillen Frieden, deſſen ſie ſich erfreueten, tagtäglich geſegnet.
Mercedes betete alle Tage für den aufrichtigen Freund ihres Sohnes, für den uneigennützigen Wohlthäter, für den unparteiiſchen Richter, der mit ihrem Elende Erbarmen ge⸗ habt und ſie wieder aufgerichtet hatte.
Mittlerweile aber war Mercedes, ſeit dem Tode ihres Gatten, die Beute eines tiefen Kummers, der ſie langſam dem Grabe entgegenführte.
Albert, den die phhſiſche Abſpannung ſeiner Mutter ſehr beunruhigte, hatte ſchon die zwei beſten Aerzte in Mar⸗ ſeille zu Rathe gezogen und nach einigen Monaten waren ſie beide der Meinung, daß Mercedes in kurzer Zeit erlie⸗ gen müſſe, wenn ſie von einer Luftröhrenkrankheit ergriffen würde, was in Anbetracht des langſamen und immer mehr überhand nehmenden Fiebers, welches ſie verzehrte, ſehr zu fürchten ſtand.
Albert wich nicht von dem Bette ſeiner armen Mut⸗ ter. Er hörte ihre freundſchaftlichen Worte und empfing ihre letzten, innigen Blicke, die ſich bald umſchleiern und


