Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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rMein Gott! rief ſie, indem ſie, wie von einer ſurcht⸗

baren Viſion gepackt, zurückprallte.

Benedetto faßte ſie ſanft an der Hand und drückte die⸗

ſelbe an ſeine Lippen, indem er leiſe und ſo, daß ihn Nie⸗ 5 mand weiter hören konnte, die Worte murmelte:Muth, h Madame, ich wollte Ihnen durch eine Ihrer Schweſtern

. meinen letzten Abſchiedsgruß ſenden, der Ewige aber hat 1 r gewollt, daß Sie ihn in eigener Perſon empfingen. 1 3

Jeſus, Jeſus! rief die arme Schweſter von San Lazaro, indem ſie mit dem Ausdruck der Vetzweifg auf 5 die Kniee niederſank.

ch Benedetto ging mit ſchnellen Schritten auf den Block g⸗ zu, legte ſeinen Kopf darauf und rief dem Henker zu:

Macht ein Ende! macht ein Ende! t⸗O nein, nein! rief die Schweſter von San Lazaro, S indem ſie ſich bleich und zitternd erhob, um zu den Füßen x des Henkers von neuem auf die Kniee niederzuſinken. eEs iſt heute der ſiebenundzwanzigſte September,

ſagte Benedetto. z⸗ Kaum hatte er dieſe Worte geſprochen⸗ ſo trennte das 3 Beil der Guillotine ſein Haupt vom Rumpfe. 6 Die barmherzige Schweſter ſank, wie vom Blitze ge⸗ troffen, neben der Leiche nieder und rief mit Schrei:

EMein Sohn! Wenige Tage darauf hatte die arme Mutter ebenful 8 aufgehört zu leben. 2 3 Einen Monat nach Dem, was hier geſchehen, ereignete ſich in Marſeille ein nicht weniger wichtiger Vorfall. Wenn wir unſere Blicke nach dem Felſen lenken, auf

welchem das kleine Dörflein der Eatalonier ſtänd, ſo ſehen wir dicht neben einem kleinen weißen, ſehr einfachen Hauſe, welches der unglücklichen Mercedes zur Wohnung diente, eine kleine Kapelle, deren einziges S fuſt immer geſchloſ⸗