Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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edelmüthige Geſinnungen haben könne! Ich ward wieder, was ich geweſen war, nur mit dem Unterſchiede, daß ich mich in einer andern Klaſſe der Geſellſchaft bewegte und anſtatt ganz einfach der Bandit Benedetto zu bleiben, mich den Fürſten Andrea Cavalcanti nannte.

Dies war die Rolle, die dieſer Mann mir in ſeiner Komödie zutheilte.

Sie hatte ein Ende und ich ſtieg die Stufen meiner erſten Klaſſe eben ſo verworfen wie zuvor wieder hinab, nur geſchickter durch die Lehre in der Verſtellung, welche mir der Graf von Monte-Chriſto, mein falſcher Beſchützer, gegeben.

Eines Tages blieb ich mitten auf dem Wege der Ver⸗ brechen, den ich verfolgte, ſtehen. Die Nähe meines Va⸗ ters, eines armen unglücklichen, halb wahnſinnigen Greiſes rührte mich. Ich ſchwur nun, ihn zu rächen und dachte reiflich über die Menſchen und ihre Handlungen nach.

Ich glaubte an Gott, ich ſah ein, daß ich ſeit einer gewiſſen Zeit das Werkzeug war, deſſen er ſich bediente, um die Böſen zu ſtrafen. Ich mordete und beraubte ohne Erbarmen Alle, von denen ich wußte, daß ſie ſchon dieſel⸗ ben Verbrechen begangen. Um auf dieſem neuen Wege fort⸗ zuwandeln, bedurfte ich Geld. Ich bemächtigte mich der Kleinodien, welche die Leichen der Mitglieder meiner väter⸗ lichen Familie ſchmückten und hatte keinen Augenblick Ruhe, bis ich nicht das geträumte Ziel erreicht hatte.

Ich ſah den Böſewicht, den Fälſcher, die Strafe für ihre Verbrechen, die Tugendhaften, den Lohn für ihre Tha⸗ ten empfangen und wundere mich daher nicht, jetzt auch das Blutgerüſt für mich emporſteigen zu ſehen. Ich ver⸗ diene es. Ertheilen Sie mir Ihren Segen und beten Sie für mich.

Indem Benedetto dieſe Worte ſagte, knieete er vor

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