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daß ich ſein Haus anzündete und ſeine Schweſter ermor⸗ dete. Von dieſem Tage an gab es für mich auf der Welt kein gaſtfreies Dach mehr, kein befreundeter Blick ſenkte ſich auf mich herab!
„Ich war ein Verfluchter in der Welt.
„Ich habe mich,“ fuhr Benedetto nach einer kurzen Pauſe fort,„in Ausſchweifungen und Verbrechen gewälzt.
„Ich geſellte mich zu den verruchteſten Menſchen und theilte mit ihnen, mitten unter entſetzlichen Orgien, die Frucht des Diebſtahls und des Mordes.
„Zu jener Zeit lebte in mir nicht ein einziges edelmü⸗ thiges Gefühl. Mein geringſter Gedanke war eine Gottes⸗ läſterung, eine Infamie. Selbſt die unbedeutendſten mei⸗ ner Bandlungen waren verabſcheuungswürdige Verbrechen.
„Und von welcher Art waren meine Neigungen? Ver⸗ dammliche Bündniſſe mit den verworfenſten und gemein⸗ ſten Frauen!— Es dauerte nicht lange, ſo fiel ich in die Gewalt der Juſtiz und ſchleppte einige Monate lang die Kette des Galeerenſträfling's.
„Während ich dieſe Strafe erduldete und mich biel⸗ leicht durch Arbeit allmälig gebeſſert und von meinen La⸗ ſtern geſäubert hätte, erſchien ein Mann, um mich zu ret⸗ ten. Dieſer Mann hatte Mitleiden mit dem Zuſtand, in dem ich mich befand, und wollte mir vielleicht durch die edle That, die er übte, rechtſchaffene Geſinnungen einflößen. Er gab mir eine Feile, mit deren Hilfe ich mich meiner Feſſeln entledigen konnte; er gab mir Geld und bezeichnete mir ſeine Wohnung.
„Einen Monat ſpäter gewahrte ich, daß dieſer Mann nur ein Ziel erreichen wollte, welches er ſich geſteckt, indem er ſich meiner in einer lächerlichen Komödie bediente, in welcher er mir die Hauptrolle zutheilte.
„Ich lache jetzt über meine Unerfahrenheit. Wie hatte ich glauben können, daß ein Menſch dem Elende gegenüber
Die Todtenhand. 3. Band. 14


