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entdecken gelehrt, ſchlug noch an ſein Ohr und zeigte ihm die verworfenen Gedanken ſeiner Henker in ihrer Nacktheit! Der Graf von Monte-Chriſto dürſtete nach Blut.
Als Menſch konnte er ſeine Philoſophie nicht hoch ge⸗ nug erheben, um dieſen unverſöhnlichen Durſt zu vergeſſen, der ihn verzehrte. Er führte ſeine Streiche ohne Erbar⸗ men, ohne Schmerz! Er lachte, wenn er weinen hörte! Er läſterte, wenn er den Namen Gottes, der ihn groß und mächtig gemacht, ausſprechen hörte. Es gab im Leben Nichts, was den Kelch der Bitterkeit verſüßt hätte, in wel⸗ chem er beſtändig ſeine Lippen netzte!
Jetzt aber, wo die Zeit ihren kalten Mantel über die⸗ ſes ganze Gemälde ausgebreitet, wo unter dieſem kalten Mantel ſchon nicht mehr die Lava der entzügelten Leiden⸗ ſchaften dampfte, wo die Liebkoſungen einer Gattin und ei⸗ nes unſchuldigen Kindes ihm eine neue, ſo mit Blumen beſtreute Exiſtenz boten, daß darunter die Unebenheiten des Weges verſchwanden, den wir, kaum der Wiege entſtiegen, glle betreten müſſen, um unſerem Grabe entgegenzugehen — jetzt war der Graf von Monte-Chriſto ſchon nicht mehr derſelbe Menſch.
Das ruhige Glück des häuslichen Heerdes, jene hohe Glückſeligkeit, die in den großen Städten ſo ſehr von De⸗ nen verlacht wird, welche niemals das wahre Unglück ge⸗ kannt haben, war jetzt ſein größtes, ja, ſein einziges Ver⸗ gnügen und wenn nicht in ſeiner Exiſtenz ein Ausnahme⸗ fall eingetreten wäre, ſo würde er niemals wieder den Tu⸗ mult und Lärm der großen Städte Europa's aufgeſucht haben.
Seine Gattin Hahdée begann, von einer Ermattung aller phhſiſchen Kräfte ergriffen, die Anfälle eines jener ge⸗ heimnißvollen und langſamen Fieber zu fühlen, deren Hei⸗ lung, wie die Aerzte behaupten, Veränderung des Klimg's
verlangt.
Der Graf von Monte⸗Chriſto verließ den Orient *


