um den Occident zu beſuchen, wo er die Wiederherſtellung
der geſchwächten Geſundheit ſeiner Gattin zu erlangen hoffte.
Venedig war in Folge ſeiner geographiſchen Lage der erſte Ort, den die junge, ſchone Hahdee beſuchen ſollte. Da nun der Graf von Monte-Chriſto ſich ſeines Freun⸗
des, des Signor Gradenigo, erinnerte, ſo ſchrieb er ihm,
um ihn von dem Beſuche, den er ihm abzuſtatten gedachte, im Voraus zu benachrichtigen.
Wie aufrichtig und inſtändig der edle Venetianer den
Grafen von Monte-Chriſto auch bat in ſeinem Palais ab⸗
zuſteigen, ſo hatte dieſer doch, ſeiner alten Gewohnheit treu, einen Diener nach Venedig vorausgeſchickt, welcher beauf— tragt war ihm ein Hotel zu miethen, weshalb er alle dieſe
Anerbietungen mit der ausgeſuchteſten Höflichkeit ablehnte.
und trotz dieſes noch ſo zarten Alters konnte man doch ſchon auf ſeinem kindlichen Geſicht die ent Miene des Grafen von Monte⸗Chriſto in Verbindung mit
Der Graf von Monte⸗Chriſto bewohnte in der Gin⸗ decca daſſelbe Palais, welches vor Kurzem Maximilian u Valentine bewohnt hatten.&n
Haydse, noch jung, hatte Richts von ihrer Schönheit verloren. Auf ihrem Antlitze lag noch, obſchon es die phy⸗
. ſiſche Eyſchlaffung verrieth, jener ſanfte Ausdruck, der ſo innig Alle ergriffen hatte, welche ſie vor einigen Jahren ſei es in Rom, ſei es in Paris, geſehen.
Sie hatte einen, etwa vierthalb Jahre alten Sohn,
dem ſanften, offenen Ausdrucke Hahdée's leſen.
Der Knabe war in der That ein Engel an Schönheit,
welcher ſpäter alle Schätze der vollkommenſten Erziehung in ſich vereinigen ſollte. 3
Hahdee verließ ihr Kind keine Minute und es koſtete
dem Grafen daher unglaubliche Mühe, ſie zu bewegen, mit
en Ball des Graſen Gradenigo zu beſuchen. Da Wegbleiben davon eine direrte Beleidigung für den edlen
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