Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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urſacht ein ſeltſames, unerklärliches, beengendes Gefühl, welches ich erſt jetzt empfinde!

Indem er dies ſagte, rannen zwei große Thränen ſeine Wangen herab und befeuchteten ſeinen dichten Bart. Sein leidenſchaftlicher Blick haftete auf den ſanften Zügen Va⸗ lentinen's mit jenem Ausdruck, der wegen eines wider Wil⸗ len gefaßten Gedankens um Vergebung zu bitten ſcheint.

Valentine ſtreckte ihm vertraulich die Hand entgegen.

Am nächſtfolgenden Tage ließ Valentine ihr Fenſter offen, um dem Gondelführer das verabredete Zeichen zu geben. Giacomo ſchien das Signal verſtanden zu haben, denn mit Einbruch der Nacht hielt eine Gondel in kurzer guifernung von der Treppe des Palaſtes.

In der Gondel ſtanden zwei Männer, die beide die gewöhnliche Kleidung der Gondelführer trugen.

Spring' an's Land und geh' Deiner Wege, Gia⸗ como! ſagte der eine. Vergeſſen Sie nicht den Namen der Aacht, noch die Stelle, wo ſie vor Anker liegt.

Es iſt die Racht Bonace?

Ja, Excellenz.

Hier iſt die verſprochene Belohnung. Giacomo empfing eine mit Gold gefüllte Börſe und beeilte ſich an's Land zu ſpringen, indem er ſagte:

Gute Nacht! Der heilige Antonius nehme Sie in ſeinen Schutz. Der andere Gondelführer blieb in der Gondel zurück und ruderte ſie bis an die Thüre der Vorhalle. WMittlerweile ſtieg Volentine an Marimilian's Arm ſchweigend die innere Treppe des Palai's herab und ging dann durch die Vorhalle bis zu den Stufen, die von den Fluthen des Canal's beſpült wurden.

Da iſt unſere Gondel, mein Freund. Wir wollen

einſteigen, glückliche Reiſe, ſagte Valentine lächelnd,denn

wir wollen reiſen.

Wie wäre es, wenn wir uns ſofort