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„Ich mußte eine lange Geſchichte von Giobanni q denigo anhören,“ antwortete er trocken.
„Von Giovanni Gradenigo?“ antwortete Volentine unwillkürlich.
Es trat ein Augenblick des Schweigens ein.
„Das Thema war ein ſehr intereſſantes und ich habe mich genöthigt geſehen, ihm zu erklären, wie ein Franzoſe einen Schimpf abwaſchen würde!“ hob Maximilian mit un⸗ heimlicher Geberde wieder an, welche in Valentinen eine unklare Angſt erweckte.
Neues Schweigen.
„Ich liebe die Venetianer nicht,“ ſagte Valentine mit einer Miene des Widerwillens.
„Da thuſt Du Unrecht; ſie ſind ſehr liebenswürdig!“
„Ich möchte mich gern der Langeweile entziehen, die ſie mir verurſachen. Sage, Maximilian— möchteſt Du mich nicht bis Monte⸗Chriſto begleiten? Ich glaube die Einſamkeit würde mir jetzt ſehr wohl thun.“
„Und der Ball bei Gradenigo?“
„Ach, was kommt auf einen Ball an?“ entgegnete ſie mit der natürlichen, offenen Miene Deſſen, welcher das fühlt, was er ſpricht.
„Aber dennoch ſcheint mir, als wäre kein Beweggrund vorhanden, der uns als Entſchuldigung für den Verſtoß gelten könnte, den Du kegehen willſt, Valentine!“
„Wie? Auch nicht meine Geſundheit? Indeſſen es ge⸗ ſchehe, wie Du willſt. Wenn Du es verlangſt, ſo bleibe ich in Venedig und gehe auch auf den Ball des Gradenigo.“
„Nein, nein, tauſendmal nein!“ rief Marimilian, in⸗ dem er raſch aufſtand;„nein, Du wirſt nicht auf den Ball des Grafen Gradenigo gehen. Wir werden uns von Ve⸗
nedig entfernen. Die Luft, welche man 12 athmet, ver⸗


