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eine andere Shpotheſe, meine Herren,“ rief Maximilian in lauterem Tone, wie um Schweigen zu gebieten,„und dieſe beruht in dem Unterſchiede des Standes oder der Ab⸗ ſtammung. Ein Franzoſe, was er auch ſein möge, Bür⸗ ger oder Plebejer, hegt gegen die Edelleute, wenn ihn einer von dieſen beleidigt, einen unausſprechlichen Haß! Er haßt ſie tödtlich und wenn er ſich nicht an hellem, lichtem Tage auf gewöhnlichem Wege an ihnen rächen kann, ſo ermordet
recht.“.
„Dio!“ rief Signor Gradenigo, mit dem liebenswür⸗ digſten Lächeln,„Signor Morel, wie Sie doch in die Hitze gerathen! Wiſſen Sie äber wohl, daß für uns Venetianer dieſe Rückſicht durchaus keinen Werth hat, denn unſere Sit⸗ ten ſind in jeder Beziehung von den Sitten anderer Län⸗ der verſchieden, auf dieſelbe Weiſe wie unſere Stadt von der Erde iſolirt iſt, die anderen Städten zum Stützpunkte dient. Bei uns iſt die Furcht vor dem Tode Nichts und übrigens, wenn ich auch zugeben wollte, daß ſie von eini⸗ gem Gewicht ſei, ſo würde ich ihr doch ſelbſt um einer ein⸗
fachen Grille willen trotzen! Ich gehe noch weiter. Ste
finde, aus dieſer kleinen Liebesintrigue einen öffentlichen Streit zu machen. Der Gatte der fraglichen Dame iſt, wrie ich Ihnen verſichern kann, ein junger Mann von Ih⸗ rem Alter, oder doch ſo ziemlich. Deshalb ſehe ich ſchon, daß ich meinen Freunden und folglich auch Ihnen, denn ich rechne Sie mit zu denſelben, das für ſie ganz neue Schauſpiel eines Duell's über das Schnupftuch mit einem einzigen geladenen Piſtol geben kann.“ Maximilian benutzte einen Augenblick, wo das Geſpräch
gab ſich nach der Gindecca, wo Valentine ihn erwarkete.
wöhnlich, mein Freund,“ ſagte ſie ihn umgrmend.
er ſie und glaubt daran recht zu thun und thut auch
wiſſen nicht, welches ausgezeichnete Vergnügen ich darin
eine andere Wendung nahm, verließ den Broglio und be⸗
„Deine Promenade hat heute länger gedauert gls ge⸗


