auf den Weg machten und Venedig verließen; wäreſt Du damit einverſtanden?“
„Zwiſchen der Ausführung und dem Gedanken liegt
oft eine große Kluft, meine Theure!“ antwortete Maximi⸗ lian.„Indeſſen gehe ich Dir zu Gefallen auf dieſe Idee ein und indem ich die Croupe des tollen Renners Deiner Phantaſie beſteige, bin ich bereit zu reiſen.“ „Wo willſt Du hin?“ „Nun, zum Beiſpiel nach Monte⸗Chriſt. 4
Indem Maximilian ſo ſprach, ſtieg er in die Gon⸗ del und reichte Valentinen die Hand, um ihr beim Einſtei⸗ gen behilflich zu ſein.
In dieſem Augenblicke prallte der Gondelführer, als er Marimilian's Anweſenheit bemerkte, einen Schritt zurück und blieb dann regungslos ſtehen.
„Du kannſt fortrudern,“ ſagte Maximilian zu ihm.
Er ſchien nicht zu hören..
„Na, Giacomo, biſt Du taub?“ rief Maximilian, ru⸗ dere doch nach dem Lido.“
„Aber ſieh doch, wie er zittert,“ bemerkte Valentine.
Der Gondelführer nahm das Ruder und machte ſich.
an die Arbeit, aber mit einer Unbeholfenheit, welche Gia⸗
como bis jetzt noch niemals an den Tag gelegt.
War dieſer Gondelführer aber wirklich Giacomo? Warum dieſe Befangenheit? Warum dieſer Schrecken bei dem Anblick Maximilian's? Warum dieſes Geheimniß, in welches er ſich hüllen zu wollen ſchien?
Dies ſind lauter Fragen, die in dem nichſtfolgenden Kapitel ihre Beantwortung finden werden.
Ende des zweiten Bandes.


