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Kaum hatte Giacomo dieſe Worte geſprochen, ſo fühlte er eine kleine mit Geld gefüllte Börſe zu ſeinen Füßen nie⸗ derfallen.
„Schweige, Hund!“ ſagte gleichzeitig Signor Gio⸗ vanni Gradenigo.
„Ah, jetzt habe ich die Ehre, Sie an Ihrer Sprache zu erkennen,“ entgegnete Giacomo, indem er ſich bückte, um den Beutel aufzuheben.
„Giacomo! Giacomo! nimm Dich in Acht, denn meine Geduld hat enge Grenzen!“
„Dies ſagen die Mädchen des Rialto gllerdings, Sig⸗ nor Giovanni Gradenigo.“
„Genug!“
„Ich erwarte Ihre Befehle, Signor!“
„Vorwärts, ſo raſch als möglich.“
Hiermit war das Geſpräch vor der Hand zu Ende.
Giacomo's kräftiger, mit dem Ruder bewaffneter Arm ſpaltete die Fläche des Waſſers, indem er die Gondel mit einem gewaltigen Ruck von dem Palaſte abſtieß.
Sobald Giovanni ſich eine Strecke entfernt ſah, deu⸗ tete er mit der Hand in der Richtung des großen Canal's der Stadt, hüllte ſich ſorgfältig in ſeinen Mantel, ſetzte ſich auf die Bank und erwartete den Augenblick, wo er ohne Furcht, daß ſeine Worte von indiscreten Shen auf⸗ geſchnappt würden, ſprechen könnte.
Sobald demnach die Gondel von allen anderen ſich
weit genug entfernt hatte, begann Giovanni wieder ſeine Unterredung mit dem Gondelführer.
„Giacomo,“ ſagte er,„die Dame, welche ſo eben eine Unterredung mit Dir hatte, iſt weder Deine Herrin, noch
meine Landsmännin.— Es iſt eine Franzöſin, ich weiß es.
Sie iſt die Frau eines Franzoſen, deſſen obſcurer Name
keinen Platz in dem Gedächtniſſe eines Mannes halten kann, welcher Gradenigo heißt. Es giebt tauſend verſchiedene
Fälle,“ fuhr er fort,„welche dieſe Frau veranlaſſen kön


