Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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genblick aber, wo er ſich anſchickte, abzuſtoßen, bemerkte er den Schatten eines Mannes, der Alles zu beobachten ſchien, was in der Vorhalle vorging. Gleich darauf kam die Geſtalt in aller Eile herbeigelaufen und ſprang mit ei⸗ nem Satz in die Gondel.

Madre de Dio! rief Giacomo, indem er ſein Ruder

aus dem Waſſer zog und Miene machte, ſich zur Wehre zu

ſetzen.

Nun, was giebt's, Giacomo? fragte trotzig der Mann, der auf dieſe Weiſe in die Gondel hereingeſprun⸗ gen war.

Signor Gradenigo, ſtammelte Giacomo, indem er ſeine Mütze abnahm.

Du mußt wiſſen, Burſche, daß ich Dich ſchlechter behandeln werde, als ein Ketzer zur Zeit der Republik be⸗ handelt wurde, wenn Du den geringſten Laut hören läſ⸗ ſeſt, der mich verrathen könnte.

Aber fürchten Sie ſich denn vor irgend Etwas? fragte Giacomo in etwas ironiſchem Tone.

Nein, gewiß nicht, denn ich bin überzeugt, daß Du ſchon längſt vernommen haben wirſt, auf welche Weiſe ich einen Halunken behandle, der nicht thut, was ich will!

O was das betrifft, ſo bin ich allerdings überzeugt, daß marpin allen Gefängniſſen von San Marco vergebens Jemandt ſuchen würde, der es Ihrer Excellenz gleich thäte.

Sehr gut geantwortet, Giacomo, entgegnete Signor Giobanni Gradenigo, indem er ihn vertraulich auf die Schul⸗ ter ſchlug;Du wirſt auch wiſſen, in welchem Rufe der

Freigebigkeit ich ſtehe, wenn man mich nach Wunſch be⸗

dien

Verzeihen Sie, Exeellenz; obſchon ich nicht auf der

Univerſität Padua ſtudirt habe, ſo beſitze ich doch eine ge⸗

wiſſe Logik, die mich lehrt, an gewiſſen Dingen zu zwei⸗

feln, die ich nicht ſehe oder nicht aus Erfahrung kenne.

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