Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Gut. Ich habe Dich geſtern beauftragt, mir ein Fahrzeug nach dem wbiſhe Meere zu beſorgen. Es iſt bereit, Signora. Es könnte alſo, wenn wir wollen, ſofort unter Se⸗ gel gehſ⸗ Per Baccho! rief der Gondelführer;Sie ſcheinen die Schnelligkeit der Marine des heiligen Marcus nicht recht zu kennen. Allerdings ſind die glorreichen Zeiten des Glan⸗ zes und der Macht dieſer Marine ſchon weit hinter uns, ſo weit, daß ich ſie niemals geſehen habe, aber es iſt im⸗ mer noch eine kleine Spur davon übrig. Wie heißt denn das Schiff? fragte Valentine. Die Bonace, antwortete der Gondelführer, indem er ſich berilte hinzuzuſetzen:Es iſt eine leichte Vacht, welche gewöhnlich Wein ladet und ganz kürzlich für Rech nung des Signor Gradenigo im Lido angekommen iſt, wie ich auf dem Ouai habe ſagen hören. Gut! Jetzt höre wohl, was ich ſagen werde, Gia⸗ como. Wenn Du binnen hier und zwei Tagen ein weißes Tuch an dem Fenſter ſiehſt, welches auf dieſen Theil des Canal's geht, ſo iſt dies das Zeichen, daß wir den nächſt⸗ folgenden Tag abreiſen. Du mußt dann mit Deiner Gon⸗ del ganz früh des Morgens hier ſein. Wenn Du dagegen in zwei Tagen daſſelbe Fſ mit fortwährend geſchloſſe⸗ nen Vorhängen ſiehſt So iſt dies das Zeichen, daß Sie nicht abreiſen, nicht wahr? Du haſt es geſagt. Der heilige Theodor ſtehe uns bei, Signora! mur⸗ milt der Gondelführer, indem er mit allen Anzeichen des klaſſiſchen Aberglaubens der Seeleute das Haupt entblößte. Valentine gab ihm einige kleine Geldmünzen und ver⸗ bſchiedete ihn, dann ging ſie wieder in ihre Gemächer hinauf. 6 Giacomo ſprang oi in ſeine Gondel, in dem 1