—
teufelte Kameraden, die Alles beobachten und dann den Ehemännern, den Vätern, den Brüdern, den Liebhabern wieder erzählen, ſelbſt wenn es dieſe gar nicht einmal wiſ⸗ ſen wollen“
„Und Du kennſt den Mann, der mich beobachtet?“
„Geſtern, als ich mich einſchiffte, ſah ich ihn am Bord des Canal's der Vorhalle gegenüber, und als ich, nachdem ich die Ehre gehabt mit Ihnen zu ſprechen, wieder in meine Gondel zurückkehrte, rief er mich, um ihn zu führen.“
„Wer iſt er denn?“ fragte Valentine mit der ganzen Indiseretion der Unſchuld.
„Es iſt der Sohn des Signor Gradenigo— er nennt ſich Giovanni Gradenigo! Ohne Zweifel haben Sie ſchon von dieſer Familie gehört, die eben ſo berühmt iſt durch ihren unermeßlichen Reichthum, als durch ihre Liebe zu Ausſchweifungen— eine Liebe, die eine erbliche Leidenſchaft zu ſein ſcheint, ein Vermächtniß, welches ſeit undenklichen Zeiten vom Vater auf den Sohn übergeht! Ach, es giebt wenig Mädchen aus dem Volke in Venedig, welche es wa⸗ gen würden, dem Signor Giovanni Gradenigo in's Ge⸗ ſicht zu ſchauen!“
Valentine zuckte bei dieſen Worten zuſammen, denn es ſtieg ein Gefühl oder vielmehr ein Gedanke in ihr auf, den ſie unmöglich verſucht haben würde in Worte zu über⸗ ſetzen, wie dies uns oft begegnet, wenn die Seele, ſo zu ſagen, uns Etwas zu enthüllen beginnt, was weit über den Bereich unſerer Phantaſie hinausgeht.
Sie verbarg ſich in dem Schatten der Vorhalle, wäh⸗ rend der Gondelführer die Bewegungen des nächtlichen Wan⸗ derers auf den Fluthen des Canal's beobachtete. Giacomo, der ſich ein wenig entfernt hatte, um dieſe Beobachtung anzuſtellen, kam gleich darauf wieder zurück.
„Nun, Giacomo?“ ſagte ſie zu ihm.
iſt fort.“
„Sie können ſprechen, Madame, der Signor Giovanni
Fa
gel
die
zes ſo me
er we nu
ich


