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„Ich kann mir auf keine Weiſe Rechenſchaft von dem geben, was Du mir in dieſem Augenblicke ſagſt, mein Freund,“ ſagte ſie ganz beſtürzt, indem ſie ſich beeilte hin⸗ zuzufügen:
„Wenn Du findeſt, daß Dein, daß mein Glück durch den Wunſch vermindert werde, den ich zu erkennen gegeben, die Schätze von Monte-Chriſto den Armen zu überlaſſen, oder mich von Venedig zu entfernen—“
„O, wie gern,“ unterbrach ſie Maximilian,„würde ich das Dreifache, ja das Vierfache von dem, was wir in Monte-Chriſto beſitzen, hingeben, um, wenn es möglich wäre, den heutigen Tag zu vernichten oder ihn dem Sa⸗ tan zum Geſchenk zu machen.“
4„Wie, Du läſterſt, Maximilian?“
„Nein— nein— Gott verzeihe mir und Du auch! aber um der Liebe dieſes ſelben Gottes willen, frage mich nicht weiter, Volentine.“
Es war dies das erſte Mal, daß Maximilian ſo mit ſeiner Gattin ſprach und ihr etwas verſchwieg.
Da Valentine die abſolute Unmöglichkeit einſah, die⸗ ſen geheimnißvollen Gedanken zu erforſchen, ſo beſtand ſie weiter nicht darauf und verzichtete, die Erklärung deſſel⸗ ben in den Worten Maximiliam's finden zu wollen. Aber ſie weints ſtill die ganze Nacht, die erſte, in welcher nicht die vollkommenſte S zwiſchen ihnen herrſchte.
Zwanzigſtes Kapitel.
Giovanni Gradenigo.
Mm nächſtfolgenden Tage ging Maximilian wie ge⸗ wöhnlich aus, um die erfriſchende Abendluft auf der Pinzza zu athmen.


