„Stehen Sie auf— gehen Sie,“ ſagte Eugenie,„denn dieſer augenblickliche Impuls des Gefühl's, welches Sie mir zu erkennen geben, könnte eine Thorheit genannt werden, wenn Sie ihn verlängern wollten.“
„Wenigſtens— ein einziges Wort der Hoffnung!“
„Sie glauben alſo ein Recht zu haben, es zu verlan⸗ gen?“ fragte Eugenie.
„Ich bitte Sie auf den Knieen darum.“
„Mein Herr, wir wollen hier nicht eins der gewöhn⸗ lichen und dennoch unglaublichen Romanabenteuer ſpielen. Ich hoffe, daß in Ihren Gedanken dieſe Begegnung nicht mehr Spuren hinterlaſſen wird, als der Blitz in der Wolke
zurückläßt— daß er in dieſen Schatten und dieſen Ruinen,
welche uns umgeben, begraben bleibt, in dieſen Ruinen, wo ohne Zweifel ſchon tauſendmal ähnliche Worte, wie die Ih⸗ ren, geſprochen worden und nicht über dieſen Umkreis hin⸗ ausgedrungen ſind. Morgen werden Sie über ſich ſelbſt lächeln, aber über mich nicht.“
„Ach, ich verſtehe Sie,“ entgegnete Vampa mit bitte⸗ rem Lächeln.„Sie können meinen Worten nicht eher Glau⸗ ben beimeſſen, als bis die Zeit Sie von ihrer Whictige 3 keit überzeugt haben wird.“
„Sie reden die Wahrheit,“ entgegnete Eugenie;„Sir ſehen wohl, daß ich Sie nicht einmal kenne!“ 3
Bei dieſen Worten erhob ſich der Bandit, ſein Antlitz bedeckte ſich mit einer dichten Wolke der Schwermuth, aber ſein glühender, leidenſchaftlicher Blick war immer noch un⸗ verwandt auf Eugenien's Züge geheftet.
„Sie haben Recht! Und dennoch werde ich überall, ja überall, Ihnen folgen.“ 8 er dies ſagte warf er ſeinen Mantel wieder
um die Schultern, hullte ſich in denſelben und vrrſ 4
unter den Ruinen. 8
Zeuge i ganzen Auftritt's gewe⸗ 63


