Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Ich möchte mich gern dieſer Bangigkeit erwehren, aber ich kann ſie nicht beſiegen.

Nun, was iſt es denn, was Dir dieſe ſeltſame Un⸗

ruhe verurſacht?

Schau hin, ſagte Louiſe leiſe, indem ſie mit einer Geberde eine der Säulen bezeichnete.Dort ſteht ein Mann!

Wo?

Dort, an der vierten Säule auf der linken Seite des Porticus.

Ich ſehe ihn nicht, antwortete Eugenie, indem ſie mit dem Auge Louiſen's Geberde folgte.

Ohne Zweifel hat er ſich verſteckt. Ich habe mich nicht getäuſcht, deſſen bin ich gewiß; ich habe dort die Ge⸗ ſtalt eines eines Mannes geſehen.

Ganz gewiß iſt es eine Täuſchung geweſen. Ohne Zweifel war es der Schatten einer Säule es war ein Nichts, darauf wollte ich wetten!

Eugenie! Eugenie! entfernen wir uns.

Louiſe ergriff abermals Eugenien's Arm und drehete ſich ſofort nach der Treppe herum, um ſich zu entfernen, prallte aber mit einem leiſen Angſtſchrei plötzlich zurück.

O mein Gott! murmelte Eugenie.

Luigi Vampa ſtand vor den beiden Sängerinnen. Un⸗ beweglich, wie eine Bildſäule, heftete der Bandit ſeinen feſten durchbohrenden Blick auf Eugenien's Antlitz und dieſer Blick ſchien mehr zu ſagen, als die Lippen jemals ausſprechen könnten.

Indeſſen machte die Situation einige Worte unum⸗ glich nöthig, denn Luigi Vampa ſchien den beiden Freun⸗ nnen den Weg verſperren zu wollen. Er zog ſeinen Hut, i n Mantel fallen und ſagte:

tademoiſelle, ich habe Ihnen ſchon geſagt, daß in den Schelten und Schweigen der Nacht ein Menſch exiſtirt, der gegen ein einziges Wort aus Ihrem Munde eine Ewig⸗