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Die Banditen nahmen Benedetto's Worte mit wilder Freude auf und wenige Augenblicke ſpäter waren die Kata⸗ komben des heiligen Sebaſtian öde und verlaſſen.
Eine auf dem Altar vergeſſene Fackel brannte bis zu Ende und ſchien durch ein letztes, raſches und augenblickli⸗ ches Aufflattern das traurige Lebewohl der Banditen in
dem Raume zu wiederholen, den ſie ſo lange entweihet hatten.
Benedetto lief nach ſeinem Pferde, welches an einem der Monumepte der Appiſchen Straße angebunden war, ſchwang ſich in den Sattel und galoppirte zurück nach Rom.
„Vorwärts, vorwärts!“ murmelte Benedetto, indem er wie ein unheimlicher Schatten unter den düſtern Monu⸗ menten verſchwand.„Ein Dämon leitet meine Schritte, begünſtigt mich und begeiſtert mich durch ſeinen teufliſchen Scharfſinn. Morgen werde ich das ganze Gold Luigi's Vampa, den Preis der Thränen und des Blutes aller ſei⸗ ner Schlachtopfer, in den Händen haben. Ueberdies bekomme ich die auf den Kopf dieſes Banditen geſetzte Belohnung und alles dies wird wieder für ein Werk der Thränen und des Blutes angewendet! Edmund Dantes! Das Spielzeug Deiner verdammlichen Leidenſchaft, Deiner furchtbaren Rache, wird vor Deinen Blicken erſcheinen, nachdem es Dich alle Wunden fühlen laſſen, die Du mit Deiner er⸗ barmungsloſen Hand dem Herzen meines armen Vaters ge⸗ ſchlagen. Du haſt nicht zu verzeihen gewußt— Du wirſt auch vergebens bitten, daß ich Dir verzeihe. Du haſt den Uebermuth gehabt, Dich mächtig zu glauben, wie ein Gott. Wohlan, Du wirſt Deinen Stolz in meinen Händen ge⸗ brochen ſehen, wie einen Glasſcherben in den Händen eines Kindes. Edmund Dantes! Der Blitzſtrahl, welcher die Wolke ſpaltet und in den Baum herabfährt, ſchont nicht
die hohe Ceder— im Gegentheil, er trifft ſie mit um ſo
größerer Wuth!“
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