Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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das Meer von Marmora und den Archipel, wo man ganz vortreffliche Geſchäfte machen kann.

Ich ſehe, daß Du ein geſcheidter Mann biſt, Pep⸗ pino, antwortete Benedetto, nachdem er einen Augenblick

nachgedacht.Gehe, ich folge Dir. Der römiſche Bandit begann ſofort Benedetto voran⸗ zugehen, indem er einen abſchüſſigen Weg einſchlug, der zu . der in dem Boden angebrachten Oeffnung führte, an deren Eingange ein Mann als Schildwache poſtirt war. Benedetto ſtieg, immer dem Banditen folgend, eine verfallene Treppe hinab, welche in ein außerordentlich dunk⸗ les Gewölbe hinabführte. Am zußerſten Ende eines langen Corridor's ſchimmerte eine Harzfackel, deren röthliche durch den Wind bewegte Flamme ihre flackernden Strahlen auf die Wände des un⸗ terirdiſchen Gewölbes warf. 3 Benedetto bemerkte, daß in dieſen Mauern zahlreiche Höhlungen angebracht waren, die beſtimmt zu ſein ſchienen, jede einen Sarg aufzunehmen. Der Corridor ſtieß an einen geräumigen Saal. Auf einem Altar von Granit ſtand die Fackel. Dem Altar ge⸗ genüber ſah man eine Grotte von ſchwarzem Marmor, die

früher beſtimmt geweſen zu ſein ſchien, den hier aufbewahr⸗ 6 ten Särgen als Cenotaph zu dienen, in dem gegenwärtigen 4 Augenblicke aber das Banketgemach einiger Männer war,

deren durch den Wiederſchein der Flamme und durch den Wein geröthete Phiſiognomien das Gepräge ihres verbre⸗ cheriſchen, ausſchweifenden Lebens trugen.

Dieſe Männer ſangen eben einen wilden Chorgeſang, deſſen Refrain lautete:

La vendeita! la vendetta! la vendetta!

Dieſer Refrain ward mit Nachdruck und Enthuſias⸗ mus mehrmals wiederholt.

Peppino blieb ſtehen und ſagte lächelnd und leiſe zu ſeinem Begleiter: