0
eines ehemaligen Bankiers hinreichende Revenue zu ver⸗
wandeln.
Es blieb jetzt nur noch übrig, die angeblichen Bezie⸗ hungen kennen zu lernen, welche zwiſchen Benedetto und der Baroneſſe beſtanden. Der Baron kannte jedoch die Lau⸗ nen ſeiner intereſſanten Ehehälfte zur Genüge und es lag
eihm wenig an dieſem Umſtande, dafern derſelbe nur zu
Verbeſſerung ſeiner Vermögensumſtände gedient hatte.
Demzufolge fragte er Benedetto über dieſen Punkt weiter nicht aus und begnügte ſich damit, ihm einige auf ſeine neue Stellung bezügliche Fragen vorzulegen.
Benedetto ſtellte ihn in dieſer Beziehung ſo gut als möglich zufrieden und der Baron war ganz entzückt von Allem, was ihm begegnete.
Nur eins ſchien ihm ganz außerordentlich. Es war die Wahl dieſes Hauſes, ſo weit von Rom! Indeſſen über⸗ ließ er ſich ohne Rückhalt ſeinen neuen Projecten als ehe⸗ maliger Bankier und vergaß nach wenigen Tagen ſeine Be⸗ denklichkeiten in der eben bemerkten Beziehung.
Noch war keine Woche verfloſſen, ſo hatte das kleine Beſitzthum ſchon einen gewiſſen comfortabeln Anſtrich ge⸗ wonnen. Der Garten war geſäubert, die Hausgeräthſchaf⸗ ten waren ihres Staubes entledigt, in den Kaminen brann⸗ ten Feuer und zwei Domeſtiken bedienten mit aller mögli⸗ chen Achtung und Ehrerbietung den neuen Eigenthümer.
Benedetto ſtattete dem Baron einige Beſuche ab und ward von ihm mit aller nur denkbaren Freundlichkeit em⸗ pfangen.
Bei einem dieſer Beſuche fand er den Baron eifrigſt mit Verſchönerung ſeines Hauſes beſchäftigt und der Ex⸗ bankier theilte ihm mit, daß er für den folgenden Tag den Beſuch ſeiner Tochter Eugenie erwarte.
Dieſe Mittheilung gkſchah auf folgende Weiſe: „Ach, Herr Andreg, ich weiß in der That nicht, ob ich Sie um die Ehre Ihrer Geſellſchaft bitten darf— je⸗
.


