einem Vuater und ſeiner Tochter, die ein's des andern ſo würdig ſind, nicht die vollkommenſte Harmonie herrſchte. Wohlan, Herr Baron, der Wagen, der uns erwartet, iſt da und es liegt mir viel daran, Sie in Ihre neue Poſi⸗ tion zu inſtalliren, denn ich möchte die Abſichten der Frau
Baroneſſe, Ihrer Gemahlin, ſo ſchleunig als möglich zur
Ausführung bringen.“
„Sie ſind zu gütig, mein Herr,“ ſagte der Baron, indem er neben ihm herging.„Ich weiß Ihren Verdien⸗ ſten Gerechtigkeit widerfahren zu laſſen, aber dennoch ha⸗ ben Sie einen kleinen Fehler, nämlich den, daß Sie in Ihren Worten etwas unbeſtimmt ſind. Ihre Redensarten
haben immer einen ſo wenig beſtimmten Sinn, daß ich
meiner Treu' die Rolle, welche Sie mit mir ſpielen, nicht recht begreife. Sie ſind ein wenig allzu zurückhaltend, mein lieber Herr Andrea Cavalcanti.“
„Und Sie gleichen gewiſſermaßen dem Faß der Da⸗ naiden, in deren Nähe das Schickſal den Wunſch zu er⸗ füllen ſcheint, in welchem ſie ſich zu ihrer eigenen Züchti⸗ gung mit einander verbunden hatten.“
„Ich verſtehe Sie nicht,“ ſagte der Baron und machte große Augen.
„Ich will ſagen, daß je mehr das Glück Sie mit ſei⸗ nen Gunſtbezeigungen überhäuft, deſto weniger Sie ſich
zufrieden zeigen,“ entgegnete Benedetto.„Sie waren hier 5 5 gen,
in Rom arm und beinahe dem Mangel preisgegeben, weil Sie nur von Ihrem erbärmlichen Gehalt als Couliſſenträ⸗ ger eines Theaters leben mußten; Sie erlangen eine Un⸗ terredung mit Ihrer Frau und ſind ſo unglücklich oder un⸗ geſchickt, Ihre Sache nicht führen zu können—“
„Mein Herr, ich verſichere Ihnen, daß ich ſo gut als möglich agirt habe,“ rief der Baron ihn unterbrechend; „die Baroneſſe war aber wie Schießpulver, dem man mit einem brennenden Licht zu nahe kommt, und ich bin der
es wäre wirklich eine ſehr traurige Sache, wenn zwiſchen
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